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Bamberg

Hainschule freut sich über Geburtstag: 15 Jahre Mittagsbetreuung

Bamberg — "Braucht man so etwas überhaupt?" Als in Bamberg die erste Mittagsbetreuung (Mibet) in der Hainschule etabliert werden sollte, gab es viele Zweifler. Heute ist das Angebo...
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Ein Blick auf die Kinder der Mittagsbetreuung Foto: Mibet e.V.
Ein Blick auf die Kinder der Mittagsbetreuung Foto: Mibet e.V.
Bamberg — "Braucht man so etwas überhaupt?" Als in Bamberg die erste Mittagsbetreuung (Mibet) in der Hainschule etabliert werden sollte, gab es viele Zweifler. Heute ist das Angebot eine Selbstverständlichkeit - und längst nicht nur in der Hainschule.
Damals, im Jahr 1999, haben die Helferinnen und Helfer 24 Schülerinnen und Schüler betreut. Bis heute wuchs diese Zahl auf mehr als 90. Damit ist rein räumlich ein Ende gesetzt. "Leider müssen wir auch in diesem Jahr wieder zehn Prozent Schüler auf die Warteliste setzten, da wir räumlich so begrenzt sind. Wir bedauern diesen Zustand sehr, da wir wissen, wie sehr die berufliche Auslastung der Eltern eine nachmittägliche Betreuung der Kinder erfordert", so H. Juntunen, 1. Vorstand der Mibet. Von rund 130 Kindern nehmen derzeit mehr als 90 Kinder einen Betreuungsplatz in Anspruch. Nötig wären aber mehr als 100 Plätze, das entspricht mindestens 70 Prozent der Schüler der Hainschule, Tendenz jährlich steigend. Nicht zuletzt die Auslastung spricht für das hohe Maß unserer Betreuungsqualität. Wir beschäftigen vorwiegend Fachpersonal mit pädagogischem oder erzieherischem Ausbildungshintergrund.
Jährlich nehmen unsere Betreuerinnen an mehreren Fort- und Weiterbildungen teil und werden supervisorisch begleitet.
Die Vereinsmitglieder verstehen die Mittagsbetreuung als Auftrag, sich um die Kinder zu kümmern, sie in ihrem Alltag zu unterstützen und auf ihrem Weg durch die Grundschule zu begleiten.
Die Betreuerinnen versuchen dabei täglich, für die Kinder ein Bindeglied zwischen Schule und Zuhause zu sein und gleichzeitig die Kinder zu motivieren, selbstständiger zu werden. Sie wollen den Kindern Freiräume zum Spielen, Entspannen oder Nachdenken bieten, aber auch Bedingungen für ein gutes gemeinschaftliches Miteinanderleben aufzeigen.

Schneller Anschluss

Somit zielt die Mibet nicht alleine darauf, den Betreuungsbedarf der Eltern zu befriedigen, sondern auch den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Gerade Kinder, die neu zugezogen sind, können durch die Mibet schneller Anschluss finden.
Auch Kindern mit Migrationshintergrund fällt durch die zusätzliche Zeit am Nachmittag die Inklusion in die Gemeinschaft leichter. Die Mitarbeiterinnen leisten somit einen großen Teil der Schulsozialarbeit und tragen zu einer kinderfreundlichen Stadt Bamberg bei. red




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