Herzogenaurach

HVH verpasst Sensation nur knapp

Herzogenaurach — Eine Lücke ist nicht zu sehen. Dicht gedrängt stehen die Spieler des TSV Winkelhaid nebeneinander und recken ihre Hände so hoch sie können. Die Uhr ist schon abgel...
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Zielsicher: HVH-Spielertrainer Davor Petko (am Ball) hatte den Tabellenführer mit seinem Team am Rande einer Niederlage.  Foto: herzopress
Zielsicher: HVH-Spielertrainer Davor Petko (am Ball) hatte den Tabellenführer mit seinem Team am Rande einer Niederlage. Foto: herzopress
Herzogenaurach — Eine Lücke ist nicht zu sehen. Dicht gedrängt stehen die Spieler des TSV Winkelhaid nebeneinander und recken ihre Hände so hoch sie können. Die Uhr ist schon abgelaufen und der direkte Freiwurf die letzte Chance der Bezirksliga-Handballer des HV Herzogenaurach (HVH), noch den Ausgleich zu erzielen. Genutzt wird sie nicht.

HV Herzogenaurach -
TSV Winkelhaid 27:28

Ein Unentschieden wäre einer Sensation gleichgekommen. Schließlich wäre es der erste Punktverlust des souveränen Tabellenführers gewesen. Zwar zeigten die Herzogenauracher bereits mit dem 32:23 gegen den TSV Berching, dass sie die Winterpause gut überstanden haben, mit einer derart starken Leistung hätten sie aber wohl selber kaum gerechnet. Denn den beiden Spielertrainern Davor Petko und Christian Rothe personell nur eingeschränkt standen gleich sechs Spieler nicht zur Verfügung. Das Ziel, als Außenseiter dem Favoriten so lange wie möglich Paroli zu bieten, gelang jedoch auch mit den verbliebenen elf Akteuren.
Wie schon im Hinspiel erwischte der HVH den besseren Start (2:0) und ging zügig mit 2:0 in Führung, doch in den Folgeminuten erhöhten sich die Fehler von Angriff zu Angriff. Nach dem 2:2 blieb vorerst der Tabellenführer am Drücker, während Herzogenaurach weiter mit seiner hohen Fehlerzahl zu kämpfen hatte. Beim Stand von 6:12 schien sich ein Debakel anzukündigen, wurde für den HVH jedoch zu einer Art Weckruf. Angeführt vom immer stärker werdenden Torhüter Andreas Kanka, der zeitweise unüberwindbar schien, holten die Gastgeber auf und gingen mit einem 14:14 zufrieden in die Halbzeitpause.
In dieser appellierten die Spielertrainer, nun bloß nicht den Kopf zu verlieren, hinten kompakt zu stehen und weiterhin den Ball ruhig durch die eigenen Reihen laufen zu lassen, bis sich eine Möglichkeit ergibt - was zu gelingen schien. In der 40. Minute führte der HVH sogar mit 19:16, verpasste es aber, den Vorsprung weiter auszubauen. Zum Verhängnis wurde den Gastgebern schließlich der immer größer werdende Kräfteverschleiß, den der TSV ausnutzte. Aus dem 23:26 machte Herzogenaurach 60 Sekunden vor dem Ende noch einmal ein 27:27, doch Winkelhaid zeigte sich nun frischer und cleverer. sk
HV Herzogenaurach: Kanka, Kreuzer - Rothe, Fath, Ohlraun (3), Müller (7), Filp (5), Scholz, Stiegler, Redecker (3), Petko (9)
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