Himmelkron

"Guter Zustand" das Ziel

Um die Umsetzung der "Wasserrahmenrichtlinie an Nebengewässern des Weißen Mains" ging es bei einer Informationsveranslatung in der Himmelkroner Frankenfarm. Wir haben uns am Rande ...
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Um die Umsetzung der "Wasserrahmenrichtlinie an Nebengewässern des Weißen Mains" ging es bei einer Informationsveranslatung in der Himmelkroner Frankenfarm. Wir haben uns am Rande des Treffens mit Andrea Künzl vom Wasserwirtschaftsamt Hof unterhalten.

Die Informationsveranstaltung in Himmelkron war sehr gut besucht. Hatten Sie damit gerechnet?
Andrea Künzl: Die Veranstaltung richtete sich an Bürger der Landkreise Hof, Bayreuth und Kulmbach. Natürlich haben wir uns gefreut, dass sich so viele für unsere Gewässer interessieren und sich Zeit genommen haben.

Wobei das Thema des Abends sehr trocken klang ...
Die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union hat als Ziel, die Gewässer Europas in einen guten Zustand zu bringen. Dabei spielen neben der Wasserqualität auch die Strukturvielfalt und die Durchgängigkeit der Gewässer eine wesentliche Rolle. Feststellen lässt sich der Zustand anhand der vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. Vorgestellt wurde das Umsetzungskonzept für die Nebengewässer des Weißen Mains. Der 92 Kilometer lange Bereich umfasst Trebgast, Kronach, Metzlersreuther Bach, Kornbach, Lübnitzbach, Ölschnitz, Streitmühlbach und Laubenbach. Die Planungen wurden von den zwölf betroffenen Gemeinden gemeinsam mit dem Freistaat Bayern in Auftrag gegeben.

Und was der Inhalt des Konzepts?
Das Umsetzungskonzept zeigt Gewässerabschnitte und mögliche Projekte auf, die notwendig sind, den guten Zustand zu erreichen. Dabei ist es nicht erforderlich, Maßnahmen an der gesamten Länge der Gewässer vorzusehen. Das Konzept soll eine Grundlage bilden, wo etwas verbessert werden sollte.

Was hat sich am Lebensraum der Fische in den zurückliegenden Jahren konkret verändert?

Die Gewässer wurden in vielen Strecken begradigt und mit kleineren und größeren Querbauwerken unterbrochen. In diesen Bereichen sind die Bäche deshalb gleichförmig und ohne Abwechslung. Viele Tierarten und Fische benötigen allerdings die Vielfalt an Wassertiefen, Fließgeschwindigkeit und Versteckmöglichkeiten.

Welches Fazit zieht das Wasserwirtschaftsamt Hof nach dieser Info-Veranstaltung und wie geht es jetzt weiter?
In den Gruppengesprächen haben die Anwesenden rege mit unseren Mitarbeitern diskutiert und sich mit Ideen und Vorschlägen eingebracht. Diese werden vom Büro Opus aus Bayreuth in das Umsetzungskonzept eingearbeitet. Die tatsächlichen Maßnahmen an den Gewässern werden je nach Zuständigkeit durch die jeweilige Gemeinde beziehungsweise durch den Freistaat Bayern realisiert. Ein erstes recht großes Beispiel, das sich ergeben hat, ist die durch den Freistaat realisierte Renaturierung der Trebgast im Bereich Harsdorf und Waldau.

Das Gespräch führte
Werner Reißaus.


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