Wirsberg

Gute Nachricht: Wirsberger Trinkwasser hat eine sichere Zukunft

Die Nachricht des Dipl.-Geologen Manfred Piewak vom Büro Piewak & Partner GmbH aus Bayreuth zur Neufestsetzung des Wasserschutzgebietes Wirsberg war für den...
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ManfredPiewak
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Die Nachricht des Dipl.-Geologen Manfred Piewak vom Büro Piewak & Partner GmbH aus Bayreuth zur Neufestsetzung des Wasserschutzgebietes Wirsberg war für den Marktgemeinderat am Dienstagabend wie ein "Sechser im Lotto"! Die letzte Probebohrung hat das bestätigt, was Marktgemeinde und das Büro Piewak & Partner GmbH angenommen hat: Das Wasser für den Tiefbrunnen in der "Au" kommt nicht aus den Lehrbergschichten von Neuenmarkt und Himmelkron, sondern von der Fränkischen Linie aus Richtung Neufang und weiter nach Marktleugast.
Damit ist auch klar, dass es sich um ein Altwasser handelt, das nicht die Ausweisung eines riesigen Wasserschutzgebietes notwendig macht, sondern lediglich einen Schutzbereich von 100 bis 150 Meter um den eigentlichen Tiefbrunnen in der "Au"erfordert.


Geheimnis gelüftet

Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD) stellte fest, dass nach 28 Jahren nunmehr endlich das Geheimnis gelüftet werden konnte, wo das qualitätsvolle Wirsberger Trinkwasser herkommt. Seit 1989 kämpfe der Markt Wirsberg um die Ausweisung eines neuen Wasserschutzgebietes, dabei sei man 20 Jahre dem Denkmodell nachgerannt, dass das Wasser aus der Ebene von Neuenmarkt/Himmelkron kommt. Erst als man 2011 die Zusammenarbeit mit dem Büro Piewak & Partner GmbH in Bayreuth aufnahm, folgte eine Kehrtwende. Im Sommer letzten Jahres wurde eine letzte Probebohrung am Geh- und Radweg in der Nähe des Zweigbetriebes der Firma Zanner Fahrzeubau für rund 55 000 Euro in Auftrag gegeben und das Büro Piewak & Partner ist nach den Worten des Bürgermeisters sehr konzentriert an die Auswertung der Ergebnisse gegangen.
Dipl.-Geologe Manfred Piewak verwies darauf, dass eine Bundesstraße mitten durch das Schutzgebiet geht und eine ganze Reihe von Belastungen durch die Landwirtschaft da sind, wie die große Kompostieranlage in der "Au". Trotzdem gebe es keine Nitratbelastung. Piewak: "Wir haben Pumpversuche und Probebohrungen gemacht und haben dann letztendlich noch mal von diesem Wasser eine Altersdatierung gemacht. Ergebnis: Das dort untersuchte Wasser hat ein Alter von 50 bis fast 60 Jahre. Manfred Piewak weiter: "Wir haben also einen wunderbar geschützten Brunnen."


Nur bauliche Sanierung

Das Ergebnis der Laboruntersuchungen werde man jetzt den Fachbehörden vorstellen und mit ihnen diskutieren, so der Dipl.-Geologe, der es auch für notwendig hielt, den aus den 50-er Jahren stammenden Brunnen zu sanieren, damit er den baulichen Anforderungen entspricht. "Für die Zukunft des Brunnens sollte es keine Probleme geben."
Bürgermeister Hermann Anselstetter kam zum Ergebnis: "Die Untersuchungen beweisen den Erfahrungswert, den wir schon seit 1950 gemacht haben. Das haben uns aber die Fachbehörden nie abgenommen. Wir hätten heute keine schönere Nachricht bekommen können, dass unser Trinkwasser eine sichere Zukunft hat."
Auch Zweiter Bürgermeister Karl Heinz Opel (FW) freute sich über das Ergebnis der Untersuchung: "Dieser Brunnen ist ein Juwel für die Marktgemeinde und wir waren immer dahinter gestanden, die eigene Wasserversorgung aufrechtzuerhalten."

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