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Coburg

Großes Saisonfinale beim HSC

2. Handball-Bundesliga  Beim letzten Spiel am Sonntag gegen den ASV Hamm-Westfalen werden auch Sebastian Roth, Johan Andersson, Ronny Göhl und Havard Martinsen sowie Konstantin Singwald verabschiedet.
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Auch wenn es sportlich "nur" um Sieg oder Niederlage geht, hoffen die Verantwortlichen des HSC zum Saisonfinale auf eine volle Arena.
Auch wenn es sportlich "nur" um Sieg oder Niederlage geht, hoffen die Verantwortlichen des HSC zum Saisonfinale auf eine volle Arena.
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Von unseren Mitarbeitern
Stefan Schuhmann & Gerd Nusspickel

Coburg — Am kommenden Sonntag, 17 Uhr, bestreitet der HSC 2000 Coburg sein letztes Punktspiel der Saison 2014/2015 gegen den ASV Hamm-Westfalen. Neben einem bunten Rahmenprogramm mit vielen Sonderaktionen für die HSC-Fans wird es auch emotionale Momente bei den Verabschiedungen von Sebastian Roth, Johan Andersson, Ronny Göhl und Havard Martinsen geben.
Die Vestestädter werden als Aufsteiger mit einem achtbaren einstelligen Tabellenplatz abschließen. Neben dem letzten Auftritt des Teams um Trainer Jan Gorr vor der Sommerpause erwartet die HSC-Fans an diesem letzten Spieltag ein buntes Rahmenprogramm mit einem großen Fantreff ab 14 Uhr vor der Halle.
Es wird eine große Licht- und Lasershow geben, zudem gibt es alle Getränke für nur einen Euro den ganzen Tag lang.
In Kooperation mit dem Stadtjugendring Coburg wird es für alle Kinder eine große Hüpfburg vor der HUK-Coburg-Arena geben.
Im direkten Anschluss an das Spiel werden die HSC-Anhänger einen weiteren emotionalen Moment erleben, wenn sich die langjährigen Spieler und HSC-Weggefährten Sebastian Roth, Johan Andersson, Howie Martinsen und Ronny Göhl von Sponsoren und Fans verabschieden werden und ein letztes Mal eine Ehrenrunde durch die Arena drehen. Ebenfalls verabschieden wird sich an diesem Abend Konstantin Singwald, den es zum HSC Bad Neustadt in die 3. Liga zieht. Zudem wir Co-Trainer Ralf Baucke ab kommender Saison nicht mehr auf der Bank des Bundesliga-Teams sitzen, sondern das Amt des Cheftrainers der Bayernliga-Mannschaft besetzen.

Howie Martinsen

Mit dem 36-jährigen Keeper beendet ein Publikumsliebling des HSC seine Profi-Laufbahn. Ungezählte Male schallten die "Howie, Howie" - Rufe der begeisterten Coburger Anhänger durch die altehrwürdige Angerhalle ebenso wie durch die moderne HUK-Coburg-Arena. Es war gleichermaßen die ruhige, jederzeit bescheidene Art des Norwegers, die ihm die Sympathien der Fans einbrachte wie seine über die Jahre konstant guten Leistungen, mit denen er in so manchem Spiel zum Matchwinner avancierte. Aufgewachsen ist Havard Andre Martinsen, so sein richtiger Name, in der knapp 30000 Einwohner zählenden Stadt Ski, rund 20 km südlich von Oslo gelegen. In seiner Heimat spielte er zunächst in Stabaek und Haslum sowie beim Fusionsverein Stabaek/Haslum HK. Anschließend wechselte der passionierte Angler zum norwegischen Spitzenklub Drammen HK, mit dem er in der Saison 2001/02 im EHF - Pokal spielte und dort erst im Viertelfinale am ruhmreichen FC Barcelona scheiterte. "Howie" Martinsen absolvierte insgesamt sieben Jugend- sowie 35 Junioren- Länderspiele für Norwegen und nahm 1999 auch an der Junioren-WM in Katar teil. 2002 folgte er einigen früheren Mitspielern nach Deutschland und trug zunächst zwei Jahre lang das Trikot des HSC Bad Neustadt. Seit 2004 spielt der Musterprofi nun für den HSC 2000 Coburg und ist damit der dienstälteste Akteur im aktuellen Kader der Vestestädter. Nach dieser Saison wird er zwar seine Profi-Laufbahn beenden, um sich künftig mehr auf seine berufliche Zukunft zu konzentrieren, wird dem Bundesliga-Team aber als dritter Torhüter erhalten bleiben.

Ronny Göhl

Mit dem Handballspielen begonnen hatte der Rechtsaußen in seiner Heimatstadt Suhl, wo er es mit Talent und Fleiß bis zum Jugend-Nationalspieler brachte. Genau an seinem 17. Geburtstag gab er sein Debüt in der 1. Mannschaft des damaligen Regionalligisten HSV Suhl, der jedoch nach Saisonende Insolvenz anmelde. 2001 wechselte Ronny Göhl zum Erstligisten ThSV Eisenach, wo damals mit Stephane Joulin ein Weltklasse-Rechtsaußen unter Vertrag stand. Zunächst nur als Anschlusskader für den Franzosen verpflichtet, kam der damals erst 19-Jährige dann jedoch bemerkenswert schnell zu seinen ersten Einsätzen im Bundesligateam der Eisenacher. Insgesamt absolvierte der Linkshänder 98 Partien für den ThSV in der 1. und 2. Bundesliga, in denen er 177 Tore erzielte. Seit der Saison 2005/06 spielt Ronny Göhl für den HSC Coburg. Bei den Vestestädtern nahm er als Leistungsträger, Publikumsliebling und zuletzt auch als Kapitän von Beginn an eine zentrale Rolle ein. Mit seinen bislang 1329 Treffern für die Gelb-Schwarzen führt der inzwischen 33-Jährige unangefochten die ewige Torschützenliste des HSC an. "Ronny ist für uns nicht nur auf dem Parkett als Spieler, sondern auch neben dem Platz als Team-Kapitän eine tragende Säule in unserem Team. Ich freue mich, dass er zukünftig unser Team von außen auch weiter unterstützen wird", lobte HSC-Coach Jan Gorr vor allem die hohe Professionalität seines Kapitäns, der in der kommenden Saison in der 2. Mannschaft des HSC Coburg spielen wird.

Johan Andersson

Die Profi-Laufbahn von Johan Andersson begann beim IFK Ystad HK. Von 2001 bis 2006 spielte der Linkshänder für den schwedischen Erstligisten und sammelte auch erste Europacup-Erfahrungen. Anschließend wechselte er zu Haugaland HK, dem gerade der Sprung in die 1. Norwegische Liga gelungen war. Als zweitbester Torschütze des Teams hatte Johan Andersson wesentlichen Anteil daran, dass der Aufsteiger gleich bis in das Final Four vordringen konnte. 2008 wagte der Rückraumspieler dann den Sprung nach Deutschland und wechselte zunächst zum Wilhelmshavener HV in die 2. Bundesliga. Seit 2009 trägt Johan Andersson nunmehr das Trikot des HSC 2000 Coburg. Für die Franken erzielte er seither insgesamt 606 Tore und rangiert auf Platz fünf der ewigen Torschützenliste des HSC. Obwohl es zuletzt einige Angebote anderer Vereine, beispielsweise auch aus der 1. Schweizer Liga gab, bleibt Johan Andersson auch künftig ein Coburger. Sportlich wird auch er in der nächsten Saison für die 2. Mannschaft des HSC auflaufen. Jan Gorr: "Johan ist ein sehr spielintelligenter Handballer und hat gerade im Zusammenspiel mit unseren Kreisläufern für wichtige Impulse gesorgt. Zukünftig wird er in unserer zweiten Mannschaft seinen großen Erfahrungsschatz an viele unserer Nachwuchsspieler weitergeben."

Sebastian Roth

Mit der Verpflichtung von Sebastian Roth sicherte sich der HSC Coburg vor drei Jahren die Dienste eines variabel einsetzbaren Rückraumspielers mit immenser Erfahrung. Bis zu seinem Wechsel in die Vestestadt hatte der sprunggewaltige Rechtshänder immerhin bereits 267 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga bestritten und dabei insgesamt 745 Tore erzielt. In der Saison 2004/05 absolvierte Sebastian Roth per Doppelspielrecht für die HSG Wetzlar auch seine ersten Partien in der "stärksten Liga der Welt". Darüber hinaus bestritt er 15 Jugend- und 25 Junioren-Länderspiele für Deutschland und wurde 2004 mit dem Jugend-Nationalteam Vize-Europameister. Der TV Hüttenberg, die TSG Friesenheim und Eintracht Hildesheim waren weitere Stationen von "Basti", ehe er 2012 zu den Schwarz-Gelben wechselte. "Sebastian hatte nicht erst nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Philipp Barsties in unserer letzten Drittliga-Saison maßgeblichen Anteil am realisierten Aufstieg", lobt Trainer Jan Gorr die Qualitäten des heute 29-Jährigen, den es nach dieser Spielzeit wieder zurück nach Mittelhessen zieht. Mit Freundin Katja möchte er seinen Lebensmittelpunkt nunmehr endgültig nach Dudenhofen verlegen und hat vor einigen Wochen einen bis 2017 gültigen Vertrag beim TV Hüttenberg unterschrieben.

Konstantin Singwald

Das Handball-Talent bekam Konstantin Singwald in die Wiege gelegt. Jetzt geht der 21-Jährige zum HSC Bad Neustadt in die 3. Liga.
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