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Ludwigschorgast

Großes Klangerlebnis: Ein "Böhmischer Abend" mit Abstechern

von unserem Mitarbeiter  Tobias Braunersreuther Ludwigschorgast — Was für ein Kontrast. Sonst ist Rainer Streit Tubist bei den Hofer Symphonikern. Doch als Dirigent der "Schorgastt...
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Überzeugte beim Böhmischen Abend mit Qualität: die Schorgasttaler Blasmusik. Foto: Tobias Braunersreuther
Überzeugte beim Böhmischen Abend mit Qualität: die Schorgasttaler Blasmusik. Foto: Tobias Braunersreuther
von unserem Mitarbeiter 
Tobias Braunersreuther

Ludwigschorgast — Was für ein Kontrast. Sonst ist Rainer Streit Tubist bei den Hofer Symphonikern. Doch als Dirigent der "Schorgasttaler Blasmusik" hat er einen Hang zur böhmischen Blasmusik. Warum?
Rainer Streit ist damit aufgewachsen. Und auch die Liebe seiner Musikanten zu Polka, Walzer und Marsch war beim Böhmischen Abend in der FC-Turnhalle spürbar.
Es lebe die Egerländer Musik. Es lebe Ernst Mosch. Beide leben - dessen war sich das begeisterte Publikum nach dem eindrucksvollen Auftritt des 27-köpfigen Orchesters sicher. Dem zackigen Marsch "Start frei" folgten lebendige, schwungvolle Melodien wie "Gruß an Kladno" und "Blumenwiese". Den Gentleman-Walzer untermalte Rainer Streit mit einem perfekten Posaunensolo.
Ein Tausendsassa dieser Mann. Er dirigiert, arrangiert, moderiert, singt - und wenn es sein muss, greift er auch zu irgendeinem Instrument. Die Brodská-Polka und den "Na Dobrou Noc"-Walzer, zwei spieltechnisch anspruchsvolle Stücke mit extrem hoher Tonlage, meisterten die Akteure am Flügelhorn, Bariton und Tenorhorn mit Bravour. Das Programm war bunt wie eine Blumenwiese. Daher kam die Musik nicht nur aus Böhmen. Man zeigte seine Vielfalt.
Einen kurzen Sprung wagte die Kapelle nach Slowenien. "Stelldichein in Oberkrain" war eine Hommage an den legendären Slavko Avsenik.
Wieder zurück in Bayern: Bei der Amtsgerichts-Polka, die Titelmelodie der Sendung "Königlich-Bayerisches Amtsgericht", setzten Roman Rupf und Simon Braunersreuther die tiefen Töne ihrer Tuba gekonnt ein. Pepi Scherfler hätte an der Interpretation seine Freude gehabt.
Fein aufeinander abgestimmt erwiesen sich die einzelnen Register beim Ländler-Potpourri. Auf hohem Niveau mit beachtlicher Fingerfertigkeit und Spieltechnik präsentierten Claudia Goller und Michael Weber als Solisten den Klarinettenmuckl. Mit der Annamirl-Polka und "Bummel-Petrus" erklangen weitere traditionelle Hits.


Immer wieder Bravo-Rufe

Immer wieder klatschten die Zuhörer im Rhythmus mit und quittierten die Darbietungen des Ensembles mit Bravo-Rufen.
Zum Schluss kehrten die Musiker zum Thema zurück. Dabei wurden die Melodien des Altmeisters Ernst Mosch von Rainer Streit, Claudia Goller und Armin Helbig mit ihren wunderschönen Gesangsstimmen begleitet.
Was bleibt da als Zugabe nach dem kräftigem Applaus der 180 Besucher? Die Schnellpolka "Kleiner Schmetterling", "Böhmischer Traum" und "Wir seh´n uns wieder" - bis zum nächsten Mal.
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