Himmelkron

Große Projekte und ein herber Rückschlag

von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus Himmelkron — "Unsere Gemeinde hat eine sehr gute Entwicklung, steht aber derzeit auch von großen Herausforderungen." Das sagte Bürgermeister...
Artikel drucken Artikel einbetten
Emmi Zeulner
Emmi Zeulner
von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Himmelkron — "Unsere Gemeinde hat eine sehr gute Entwicklung, steht aber derzeit auch von großen Herausforderungen." Das sagte Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) beim Gemeindebesuch der CSU-Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner.
Als größte Herausforderung der nächsten Monate bezeichnete er das einfache Dorferneuerungsverfahren in Himmelkron mit der Neugestaltung des historischen Ortskerns "Bauhof". Das Kostenvolumen betrage rund 800 000 Euro, die Gemeinde erwarte eine staatliche Förderung von 300 000 Euro bei einem Eigenanteil von rund einer halben Million. Schneider: "Mit der Maßnahme soll noch vor der Landesgartenschau 2016 in Bayreuth, also im Herbst 2015, begonnen werden."
Parallel zu dieser Herkulesaufgabe wolle die Gemeinde die technische Aufrüstung des Breitbandnetzes angehen. Hier sei man aber glücklicherweise in einer Förderung von 80 Prozent.
Als weiteres Großprojekt nannte Schneider die Verlegung des Gewässers "Geiersbach", eine Maßnahme zur Renaturierung und des Hochwasserschutzes im Bereich des Ortteils Lanzendorf. Die Neubaustrecke des "Geiersbaches" betrage rund zwei Kilometer und sei mit 800 000 Euro veranschlagt. Schneider: "Der Fördersatz liegt hier vielleicht zwischen 50 und 65 Prozent. Entscheidend für die Förderung ist, ob es als ökologische Maßnahme anerkannt wird."
Nicht unerwähnt ließ das Gemeindeoberhaupt natürlich den Rückschlag bei der gewerblichen Entwicklung von Himmelkron durch die Absage des geplanten XXL-Möbelmarkts im Gewerbegebiet: "Derzeit steht bei uns die gesamte wirtschaftliche Entwicklung auf dem Prüfstand. Es geht darum, ob wir ein anderes Nutzungskonzept erreichen. Himmelkron ist nach wie vor die Gemeinde, die in den letzten zehn Jahren über 1000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen hat."
Was ihm noch fehle, so Schneider, sei ein Radwege-Förderprogramm, denn die Gemeinde wolle auch für ihren Freizeitwert etwas tun. Mittelfristig brenne der Kommune auch der Ausbau der B 303 zwischen Bad Berneck und Himmelkron auf den Nägeln.

"Hat den Laden im Griff"

MdB Emmi Zeulner nahm die Aussagen mit und lobte die Arbeit Schneiders: "Euer Bürgermeister hat den Laden im Griff." Er kämpft bis zum Schluss, darauf kann man sich verlassen."
Stellvertretender Bürgermeister Harald Peetz (CSU) ging auf den Hochwasserschutz am Weißen Main ein, und Dritter Bürgermeister Peter Aßmann (SPD) machte deutlich, dass die Bürgerinitiative weiterhin gegen die Monster-Stromtrasse kämpfen werde. Aßmann hielt zudem den Bau eines Senioren- und Pflegeheims für erforderlich.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren