Steinberg

Große Bäume für kleine Kinder

natur  Der Obst- und Gartenbauverein Steinberg beschenkt alljährlich die Abc-Schützen aus Steinberg und Umgebung mit einem Obstbaum.
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Die Erstklässler hatten an ihren Bäumchen ganz schön zu schleppen.  Foto: Heike Schülein
Die Erstklässler hatten an ihren Bäumchen ganz schön zu schleppen. Foto: Heike Schülein
von unserer Mitarbeiterin Heike schülein

Steinberg — In Reih und Glied stehen sie da: wwölf Obstbäume der unterschiedlichsten Sorten sowie ein Himbeer-Strauch. Die Erstklässler aus Steinberg und Umgebung werfen schon einmal einen interessierten Blick auf ihre Schulbäume, mit der genauen Angabe der Sorte, Ratschläge für die optimale Pflege und das richtige Einpflanzen und natürlich einem Schildchen mit dem Namen des jeweiligen angehenden Baumbesitzers.
Milena, Oleksandr, Silas, Sophia, Hannah, Mara, Lilli, Patrick, Tim, Jamie, Amelie, Lena und Laura steht da zu lesen: Das sind die Namen der 13 Schulanfänger, die gleich ganz schön zu schleppen haben werden.
Im Vorfeld hatten sie sich aus verschiedenen Sorten ihren persönlichen Lieblings-Obstbaum ausgesucht. Geschenkt wurde er ihnen vom Obst- und Gartenbauverein Steinberg - als Schulbaum, der sie während ihrer Schulzeit beim Wachsen begleiten und Früchte tragen soll.

Einmalig im Landkreis

Bevor es jedoch so weit war und jedes Kind seinen Baum in Empfang nehmen durfte, war erst einmal Warten angesagt. Der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Steinberg, Stefan Bauer, ging kurz auf Entstehung und Bedeutung dieses Brauchs ein, dessen Wurzeln weit zurückreichen. Demnach wurden bei der Schulbaum-Aktion schon vor Jahrzehnten alle Schüler aus Steinberg und Umgebung mit Obstbäumen beschenkt - jedoch früher erst zum Ende ihrer Schulzeit. Diese Tradition schlief irgendwann ein. Vor 24 Jahren schließlich erweckten die Steinberger Gartler sie zu neuem Leben. Seitdem halten die Steinberger Gartenbauer diese Tradition - als einzige im Landkreis - aufrecht, was für einen Verein in einer solchen Größenordnung durchaus einen finanziellen Kraftakt darstellt. "Bislang wurden mehr als 310 Schul-Obstbäume gepflanzt", freute sich Bauer. Gleichzeitig wurde damit ein Beitrag zur Ortsverschönerung geleistet. Heuer kamen nun zwei Zwetschgen-, vier Kirsch- und sechs Apfelbäume sowie ein Himbeer-Strauch dazu. Die Pflanzen-Tauschbörse, die an diesem Tag stattfand, war erfolgreich. Jeder Hobbygärtner konnte dafür übrige Pflanzen aus dem heimischen Garten mitbringen und tauschen oder einfach nur Pflanzen mitnehmen. Blumen, Kräuter, Sträucher, Bäume, Zimmerpflanzen, Ableger, Wurzeln oder Samen wurden weitergegeben - und meist nicht getauscht, sondern verschenkt.

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