Herzogenaurach

Grippewelle schwächt die chancenlosen Longhorns

Die 1.-Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach habe eine deutliche Niederlage im Frankenderby bei Tröster Breitengüßbach erlitten. Mit 93:63 verlore...
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Nils Haßfurther (r.) von den Longhorns zeigte zwar eine starke Partie, hier kommt er gegen Dirk Dippold (l.) aber nicht an den Ball.  Foto: sportpress
Nils Haßfurther (r.) von den Longhorns zeigte zwar eine starke Partie, hier kommt er gegen Dirk Dippold (l.) aber nicht an den Ball. Foto: sportpress
Die 1.-Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach habe eine deutliche Niederlage im Frankenderby bei Tröster Breitengüßbach erlitten. Mit 93:63 verloren die Herzogenauracher in dieser Höhe etwas zu deutlich, doch die Chance auf einen Sieg war schon nach dem ersten Viertel passé. Damit befinden sich die Aurachstädter als Tabellen-13. in akuter Abstiegsgefahr.
Für die TSH kam die schlechteste Nachricht des Tages direkt vor dem Spiel. Die Mannschaft wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag von einer Grippeepidemie erwischt, so traten die Aurachstädter mit lediglich sieben Mann an. Insbesondere unter dem Korb waren die Longhorns dünn besetzt, mit Ben Gahlert und Tanor Ngom waren lediglich zwei nominelle Centerspieler im Kader. Dies sollte sich gerade gegen die Breitengüßbacher als verhängnisvoll erweisen, denn deren zwei besten Spieler bekleiden genau diese Position. Und so war es wenig verwunderlich, dass der 2,06 Meter große Erik Land gleich zu Beginn das Kommando übernahm und unter dem Korb machte, was er wollte. Von seinen 25 Punkten erzielte er zehn alleine im ersten Viertel. Hinten machten er und sein Centerkollege Alex Heide die Zone dicht, die TSH tat sich schwer, zu Punkten zu kommen. Lediglich Nils Haßfurther kam mit seinen Distanzwürfen häufiger zum Erfolg, so lagen die Gastgeber zur Viertelpause mit 28:16 in Front.
Im zweiten Viertel stellten die Aurachstädter dann auf eine Zonenverteidigung um, die Oberfranken fanden zunächst nicht die Lösungen, den Defensivwall zu überwinden. In der Offensive nahmen dagegen die TSHler ihren Rhythmus auf und fanden in Mike Kaiser und Matthew Meredith ihre Punktegaranten. Das Spiel tuckerte ausgeglichen vor sich hin, wobei die Güßbacher ihren Vorsprung kontinuierlich auf etwa zehn Punkten hielten. Als die Halbzeitsirene erklang, lagen die Gastgeber sogar mit 48:34 in Führung.
In der Halbzeitpause fand der Breitengüßbacher Trainerstab die richtigen Antworten auf die Herzogenauracher Zonenverteidigung. So konnten die Gastgeber fortan konstant punkten. Zudem erlaubten sich die Longhorns zu viele Ballverluste, woraus die Oberfranken dann im Handumdrehen Fast-Break-Punkte generierten und sich sukzessive absetzten. Zwar zeigten Tanor Ngom und Vedran Nakic immer wieder schöne Aktionen, doch die Kontinuität fehlte. Schließlich konnten die Breitengüßbacher das Viertel mit 26:15 für sich entscheiden. Folglich war das Spiel schon vor dem Schlussabschnitt entschieden, es leuchtete ein 74:49 von der Anzeige.
Das letzte Viertel verkam zu einen harmlosen Schlagabtausch, der mehr an ein Trainingsspiel erinnerte. Die sieben TSH-Recken taten zwar ihr Möglichstes, aber die notwendige Kraft war einfach nicht mehr vorhanden. Dazu kam noch die körperliche Überlegenheit der Gastgeber, wodurch sie sich immer wieder zweite und dritte Wurfgelegenheiten erarbeiten konnten und dadurch alle Defensivbemühungen der TSH ins Nichts laufen ließen. Aber auch den Güßbachern fehlte nun die letzte Entschlossenheit im Abschluss, so blieb der Punkteabstand relativ konstant. Hätten die Herzogenauracher im ersten und dritten Viertel etwas mehr Wurfglück und etwas schneller ihre Taktik adaptieren können, wäre das Ergebnis sicher etwas freundlicher ausgefallen, aber so verlor die TSH schlussendlich mit 93:63. "Wir waren klar unterlegen, die Breitengüßbacher haben auf einem anderen Niveau agiert. Mit nur sieben Leuten fehlte uns zudem die Kraft, unsere körperlichen Defizite mit Anstrengung zu egalisieren. Dennoch ist die Niederlage etwas zu heftig ausgefallen, aber für uns ist sowieso nicht dieses, sondern die nächsten drei Spiele von entscheidender Bedeutung. Hier sollten wir möglichst zwei Siege einfahren, sonst wird es wohl ganz, ganz eng werden", so Coach Benedikt Aumeier.
Longhorns: Gothra (7), Haßfurther (13), Nakic (11), Kaiser (8), Meredith (10), Gahlert (3), Ngom (11)
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