Vestenbergsgreuth

"Greuther Wichtel" zeigen Größe

Wo Kindertagesstätte draufsteht, ist bei den "Greuther Wichteln" immer noch Kindergarten drin: Schließlich sollten die Kleinen, die man in Vestenbergsgreuth...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Aufführung des Musicals "Der Regenbogenfisch" war der Höhepunkt des Nachmittags. Foto: Paul Frömel
Die Aufführung des Musicals "Der Regenbogenfisch" war der Höhepunkt des Nachmittags. Foto: Paul Frömel
Wo Kindertagesstätte draufsteht, ist bei den "Greuther Wichteln" immer noch Kindergarten drin: Schließlich sollten die Kleinen, die man in Vestenbergsgreuth betreut, wachsen und gedeihen wie die Blumen in einem Garten, erklärte Kita-Leiterin Tina Hußenether bei der 25-Jahr-Feier der Einrichtung am Sonntag.
Damit die Kinder aufblühen, gelte es, sie individuell zu fordern und zu fördern, gab die Erzieherin in ihrer Ansprache einen kleinen Einblick in das pä-dagogische Konzept des Teams. Man versuche stets, lebensnahe Themen zu behandeln und die Schützlinge im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch mitbestimmen zu lassen. Zugegebenermaßen sei es natürlich bei Krippenkindern schwieriger als bei den Grundschülern in der Hortgruppe, ihre Interessen zu erkennen und ihre Stärken zu stärken.
Bei den "Greuther Wichteln" gibt es zwei Krippengruppen für Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren, zwei Kindergartengruppen für die Drei- bis Sechsjährigen sowie eine Hortgruppe für Schulkinder. Angesichts dieser großen Spannweite und des daraus resultierenden Angebots vom Windelnwechseln bis zur Hausaufgabenbetreuung erscheint die Bezeichnung Kindertagesstätte dann aber auch recht passend.
Dass die Anfänge vor 25 Jahren eine Nummer kleiner waren, berichtete Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB), der die Gemeinde als Träger der Einrichtung vertrat. Es sei eine "wichtige und richtige Entscheidung" gewesen, als der Gemeinderat am 11. September 1991 den Bau eines eigenen Kindergartens für Vestenbergsgreuth beschlossen habe. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Kinder aus der Gemeinde auf umliegende Einrichtungen beispielsweise in Schornweisach oder Lonnerstadt verteilt gewesen.
Architekt war Erich Popp, die Baukosten lagen bei 2,1 Millionen D-Mark. 2008 wurde dann die erste Kleinkindgruppe in den bestehenden Räumlichkeiten eröffnet, 2013 wurde für rund 600 000 Euro angebaut und 2015 schließlich die Schulkindbetreuung an die Kindertagesstätte angeschlossen.
Auf all die Jahre gab es einen Rückblick in vielen Bildern, vor denen besonders die Eltern auf der Suche nach alten Fotos von ihren Kindern länger verweilten. Die aktuellen "Greuther Wichtel" hatten ihren großen Auftritt am Nachmittag im Festzelt, als sie das Musical "Der Regenbogenfisch" aufführten und dafür lang anhaltenden und verdienten Applaus bekamen. Sechs Monate Probenarbeit hatten sich gelohnt und machten sich in großer Textsicherheit und harmonischen Liedern bemerkbar.
Die Kinder hatten aber auch schon beim Begrüßungsgottesdienst mitgewirkt, den Pfarrerin Tabea Richter gestaltet hatte, und durften sich dafür nach Mittagessen und Grußworten an diversen Spiel- und Schminkstationen in der Kita austoben.
Paul Frömel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren