Pinzberg

Gräber in einem modernen Park

Allerheiligen  Den gestrigen Feiertag nutzte die Gemeinde St. Nikolaus Pinzberg, um den neuen Urnenfriedhof zu segnen.
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Pfarrer Michael Gehret segnete den neuen Urnenfriedhof. Foto: Franz Galster
Pfarrer Michael Gehret segnete den neuen Urnenfriedhof. Foto: Franz Galster
von unserem Mitarbeiter Franz Galster

Pinzberg — Bei einem traumhaften Spätherbsttag besuchten die Gläubigen der Pfarrgemeinde St. Nikolaus an Allerheiligen die Gräber ihrer Angehörigen. Pfarrer Michael Gehret segnete bei dieser Gelegenheit den Urnenfriedhof, eine Erweiterung des bestehenden Gottesackers.
Mit dieser Maßnahme reagierte die Kirchenverwaltung 2015 auf zwei gesellschaftliche Entwicklungen: Zum einen auf die Tatsache, dass auch in dieser Gemeinde immer mehr Urnenbegräbnisse stattfinden. In vielen Fällen sind kaum Angehörige vor Ort, die eine Grabpflege übernehmen können. Aktuell verfügt der neue Urnenfriedhof über 13 Gräber und kann bei Bedarf auf 90 Grabstellen erweitert werden. Eingebettet in einen modernen Park mit Grünflächen, Bäumen und Sitzgelegenheiten, vermittelt der Ort eine Atmosphäre der Ruhe und Geborgenheit. Dem Besucher des neuen Urnenfriedhofs fallen sofort der Quellstein im Zentrum des neuen Friedhofsteils und das dahinter stehende Metallkreuz ins Auge.


Kreuz hat Bestimmung zurück

Das Metallkreuz war bereits in früheren Jahren auf dem Pinzberger Friedhof an einem privaten Grab gestanden. Es wurde dann lange Jahre auf dem Turm der Pfarrkirche aufbewahrt. Nach seiner Restaurierung hat es jetzt wieder seine eigentliche Bestimmung zurück erhalten.
Der Quellstein mit seinem sprudelnden Wasser verweist auf die Wort Jesu im Johannes-Evangelium: "Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt."
So sollen sowohl das Kreuz, in dessen Sockel ein vergoldetes Bild des Auferstandenen Jesus Christus zu sehen ist, als auch der neue Quellstein auf die christliche Hoffnung verweisen, auf das Leben in der Auferstehung.
Für die Steinmetzarbeiten zeichnete die Firma Zenk in Hausen verantwortlich, für die Metallarbeiten die Metallverarbeitungsfirma Fuchs aus Heroldsbach. Die Firma Hack aus Heroldsbach vergoldete das Kreuz. Die Arbeiten für Garten- und Landschaftsbau übernahm die Firma Rachinger aus Dobenreuth. Pfarrer Gehret dankte an dieser Stelle auch den zahlreichen freiwilligen Helfern. Träger des Friedhofes ist die katholische Kirchenverwaltung St. Nikolaus Pinzberg.

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