Coburg

Gleich der erste Sieg

Volleyball-Bundesliga  Die neue Formation der VSG Coburg/Grub hat sich vor knapp 800 Zuschauern schon viele Freunde gemacht.
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Am Netz stand die VSG meist bombensicher und wehrte viele Angriffe ab. Fotos: Timo Geldner
Am Netz stand die VSG meist bombensicher und wehrte viele Angriffe ab. Fotos: Timo Geldner
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Coburg — Die VSG Coburg/Grub schaffte im ersten Heimspiel direkt den ersten Saisonsieg. Zudem zeigt Trainer Itamar Stein bei seiner ersten Trainerstation, dass er das Zeug für eine lange erfolgreiche Trainerlaufbahn hat. Der Israeli schaffte es innerhalb von knapp drei Monaten, aus zwölf Einzelspielern ein Kollektiv zu machen, das sich gegenseitig auch in schwierigen Situationen unterstützt.
Das erfrischende Auftreten der Schmiede beim 3:1-Sieg in der HUK-Coburg-Arena war nicht nur den VSG-Verantwortlichen, sondern auch vielen treuen Fans sehr positiv ins Auge gefallen.


Tille mit starkem Spiel

Der erste Satz begann recht ausgeglichen. Die VSG-Annahme um den 19-jährigen Libero Leonard Tille stand sicher, und so konnten die Angreifer der Vestestädter die schnellen Zuspiele von Spielmacher Ariel Katzenelson meist erfolgreich im gegnerischen Feld unterbringen. Die Mannschaft wurde von den Fans zusätzlich nach vorne gepeitscht. Am Ende des ersten Satzes freute sich die gesamte Arena über einen 25:21-Satzgewinn für das Heimteam.
In Satz zwei knüpfte die Mannschaft von Trainer Stein zunächst dort an, wo man im ersten Durchgang aufgehört hatte. Zur Satzmitte änderte der Gegner aus Königswusterhausen allerdings seine Aufschlagtaktik und setzte die VSG-Annahme vor allem mit Flatteraufschlägen unter Druck. Die Taktik ging auf, und bis die VSG sich neu eingestellt hatte, waren die Gäste bereits vier Punkte enteilt. Die neuen Schmiede ließen sich allerdings nicht entmutigen. Am Satzende war es Lubos Kostolani, der mit drei starken Aufschlägen sein Team nochmal auf 23:24 heranbrachte. Allerdings verfehlte sein vierter Aufschlag die Grundlinie nur um wenige Zentimeter, so dass der zweite Satz knapp mit 23:25 an die Netzhoppers ging.
Nach der zehnminütigen Pause brachte Trainer Stein Timon Schippmann für Milan Hrinak in die Annahme. Weiterhin schenkten sich beide Teams nichts, und es ging Kopf an Kopf von Punkt zu Punkt. Zur zweiten technischen Auszeit gelang der VSG Coburg/Grub dann ein Vorsprung von vier Punkten (16:12). Diesen verteidigte man mit guten Blockaktionen bis zum Satzende. Mit 25:20 und einer 2:1-Satzführung gingen die Hausherren in den vierten Satz.
Im 4. Durchgang überzeugte die VSG nun mit einer unglaublich positiven Körpersprache. Fehler wurden sofort weggesteckt und der Fokus auf den nächsten Ballwechsel gelegt. Die Aktionen der VSG zeigten nun, welches Selbstvertrauen das junge Team in seine Fähigkeiten hat.
Der Druck auf den Gegner durch harte Sprungaufschläge wuchs stetig, und die Berliner Vorstädter scheiterten nun einige Male beim Versuch, ihre Angriffsbälle unterzubringen. Libero Leonard Tille lief in dieser Phase zur Höchstform auf, er zeigte in der Abwehr einige spektakuläre Rettungsaktionen und stand in der Annahme fest wie geschmiedeter Stahl.


25:14 im letzten Satz

Trotz vieler Wechsel von Gästetrainer Mirko Culic konnten die Netzhoppers in dieser Phase nicht zurück ins Spiel finden. Am Ende siegte die VSG mit 25:14 im letzten Satz überaus deutlich gegen den Dauerrivalen aus Königswusterhausen.
Die ersten drei Punkte lassen die VSG Coburg/Grub in der Tabelle nach oben klettern, die Netzhoppers hingegen stehen mit null Punkten aus drei Spielen am Tabellenende der 1. Bundesliga.
Trainer Itamar Stein: "Der Sieg heute war sehr wichtig für den ganzen Verein. Wir wollten zeigen, dass unser Team nicht nur konkurrenzfähig ist, sondern dass wir spielerisch zur letzten Saison einen Schritt nach vorne gemacht haben. Er ist auch wichtig für das Selbstvertrauen, mit dem wir in unser nächstes Auswärtsspiel gegen Mitteldeutschland gehen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dieser Mannschaft noch viele Siege feiern werden!"
Teammanager Michael Dehler: "Das Team ist heute wie eine Einheit aufgetreten, und auch die Spieler von der Bank haben sich nahtlos ins Spiel eingefügt. Ich kann unserem Trainer nur gratulieren, welchen Teamgeist er in drei Monaten bei den Jungs entfacht hat!" ad
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