Höchstadt

Glaube an Barmherzigkeit

Mit einem Festgottesdienst wurde das außerordentliche Heilige Jahr der katholischen Kirche auch im Dekanat Höchstadt eröffnet. Am vergangenen Dienstag begann Papst Franziskus mit d...
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Kilian Kemmer (l.) und Georg Paszek öffneten die Türen der Beichtstühle. Foto: Matthias Barth
Kilian Kemmer (l.) und Georg Paszek öffneten die Türen der Beichtstühle. Foto: Matthias Barth
Mit einem Festgottesdienst wurde das außerordentliche Heilige Jahr der katholischen Kirche auch im Dekanat Höchstadt eröffnet. Am vergangenen Dienstag begann Papst Franziskus mit dem Öffnen der Heiligen Pforte im Petersdom das bis Ende November 2016 dauernde Heilige Jahr. Am Samstagabend wurde der Anlass in den jeweiligen Bischofskirchen gefeiert, am Sonntag in Dekanaten und Pfarreien. Normalerweise gibt es seit dem Jahr 1300 alle 50 bzw. 25 Jahre ein Heiliges Jahr zur Erneuerung von Glaube und Kirche und zur Möglichkeit der Sündenvergebung.
Papst Franziskus machte von seinem Recht Gebrauch, auch außerhalb dieses Rhythmus' ein außerordentliches heiliges "Jahr der Barmherzigkeit" auszurufen, wie Dekan Kilian Kemmer erklärte. Barmherzigkeit soll die Antwort der Kirche auf die persönlichen wie globalen Krisen sein, so der Dekan. "Barmherzigkeit kennt zwei Voraussetzungen: das Eingeständnis der persönlich zu verantwortenden Schuld und die Gerechtigkeit, ohne die es keine Barmherzigkeit geben kann." Die persönliche Verantwortung vor Gott hinsichtlich des eigenen Lebens kann frei von Angst erfolgen, da Gott jeden "Menschen unendlich liebt" und eine Gerechtigkeit an den Tag legt, die menschliches Denken übersteigt, so Kemmer. Das Symbol einer eigens gestalteten Pforte gibt es in Höchstadt nicht. Vielmehr öffneten Dekan Kilian Kemmer und Diakon Georg Paszek die Türen der Beichtstühle. Die Einladung, das vergessene Sakrament der Beichte wieder neu zu entdecken, versteht der Dekan als Hinweis auf das angstfreie Eingeständnis eigener Schuld und auf einen Glauben an Gottes Barmherzigkeit. Der Kirchenchor unter der Leitung von Friedrich Kirschner und Wolfgang Först an der Orgel sorgten für die passende musikalische Umrahmung. red

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