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Herzogenaurach

Gläubige bereiten sich auf den Weltgebetstag vor

Im Saal des Martin-Luther-Hauses in Herzogenaurach dominierten die Darstellungen Kubas, und aus der Küche roch es verführerisch. Kein Wunder, denn der Fraue...
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Das Bild zum Weltgebetstag zeigt für Kuba typische Motive.
Das Bild zum Weltgebetstag zeigt für Kuba typische Motive.
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Im Saal des Martin-Luther-Hauses in Herzogenaurach dominierten die Darstellungen Kubas, und aus der Küche roch es verführerisch. Kein Wunder, denn der Frauen-Weltgebetstag ist in diesem Jahr Kuba gewidmet. Zahlreiche Herzogenauracherinnen und auch einige Männer um Nicole Schmitt, Katharina Raith und Brigitte Kreppel hatten zum Vorbereitungstreffen für einen Gottesdienst Anfang März eingeladen.
Diese Veranstaltung, die von Frauen aller Konfessionen getragen wird, steht in diesem Jahr unter dem Motto: "Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf." Kuba ist in diesem Jahr der Anlassgeber. Das Titelbild für den Weltgebetstag stammt von Ruth Marjet Trueba Castro. Sie studierte an der Akademie der schönen Künste in Havanna sowie dem dortigen "Instituto Superior de Arte". Ihr Entwurf ging als Sieger aus einem Wettbewerb der kubanischen Weltgebetsfrauen hervor.
Im Bild verwoben sind Motive aus dem Alltag der Menschen in Kuba zu finden. Ein Pferde- oder Eselskarren, eine "unbeugsame" Königspalme, die der kubanische Nationalbaum ist und daher die kubanische Flagge ziert. Im Vordergrund sind eine hellhäutige und eine dunkelhäutige Hand zu sehen und Bewegung der Menschen. Damit wird die Vielfalt der kubanischen Bevölkerung dargestellt. Basierend auf dem Kinderevangelium, dem Lesungstext im Gottesdienst könnte hier vielleicht eine Mutter ihr Kind oder ein Kind seine Mutter zu Jesus führen.


Unabhängig seit 1902

Brigitte Kreppel stellte Kuba vor. Die Insel rückte mit Christoph Kolumbus und seinen Entdeckungen im Jahr 1492 ins Blickfeld der Welt. Der Name leitet sich vom der Sprache der Kariben ab und bedeutet so viel wie großer Platz. Auf Kuba leben rund elf Millionen Menschen: rund 64 Prozent Weiße, 9,3 Prozent Afrikanischstämmige und 26 Prozent Mulatten und Mestizen. Kuba war ein atheistischer, später ein säkularer Staat. Schätzungen zufolge sind 60 Prozent der Einwohner katholisch getauft. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche kubanisch-protestantische Gemeinden entstanden.
Die Verbindung mit dem Mutterland Spanien dauerte über Jahrhunderte, erst 1898 wurde Kuba von Spanien unabhängig und im Anschluss von den USA besetzt. 1902 erlangte Kuba endgültig seine Unabhängigkeit. 1959 wurde der kubanische Diktator Fulgencio Batista durch Revolutionäre unter der Führung von Fidel und Raúl Castro sowie Ernesto "Che" Guevara gestürzt. 1961 errichteten die Revolutionäre einen sozialistischen Staat.
Daher verhängten die USA ein Embargo gegen Kuba, weshalb sich das Land Unterstützung bei den sozialistischen Staaten Osteuropas suchte. Kuba hat den Untergang der kommunistischen Staaten des Ostblocks überlebt, musste sich aber allmählich öffnen und eine Umstrukturierung nach dem Wegfall der Unterstützung der kommunistischen Bruderländer durchmachen. In der Landwirtschaft ist der Zucker wichtigstes Exportgut, an zweiter Stelle steht der Tabak.
Da das Essen mit der Familie für die Menschen in Kuba sehr wichtig ist, gab es nach dem offiziellen Teil Spezialitäten wie Ananaspäckchen, kubanisches Chili, kubanische Erbsensuppe, Ananashähnchen mit Rum, Gemüsepfanne mit Knoblauch, Fisch-Banane-Paprika-Zwiebel oder Rote-Beete-Ei-Aufstrich sowie Moros y Christos.