Haßfurt

Geschunkelt, geschnippelt, gekocht

Haßfurt — "Haßfurt helau!" hieß es am Faschingsdienstag auch in der Akutgeriatrie im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken. Die Schüler des Mittelkurses an der Krankenpflegeschule von ...
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Die bunt gewandeten Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule mit den Patienten und dem Personal der Akutgeriatrie am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken  Foto: privat
Die bunt gewandeten Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule mit den Patienten und dem Personal der Akutgeriatrie am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken Foto: privat
Haßfurt — "Haßfurt helau!" hieß es am Faschingsdienstag auch in der Akutgeriatrie im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken. Die Schüler des Mittelkurses an der Krankenpflegeschule von Haßberg-Kliniken und "Leopoldina" Schweinfurt stürzten sich am Vormittag mit den Patienten, Pflegern und Ärzten auf der Station ins närrische Treiben.
"Du kannst nicht immer 17 sein!" Ein Lied mit Symbolcharakter. Schließlich haben die Patienten auf einer Akutgeriatrie das goldene Alter, von dem Udo Jürgens in seinem Hit singt, schon lange überschritten. Die Bären, Matrosen, Tiger, Cowboys und Teufel, die sich unter die Patienten gemischt haben, dagegen sind den 17 meist noch nicht lange entwachsen. Gemeinsam wird an diesem Vormittag geklatscht, geschunkelt, gesungen und getanzt. Alt trifft jung. Ein Projekt, das bei beiden ankommt, wie aus der Pressemitteilung der Haßberg-Kliniken hervorgeht. Für die einen eine Reise in die eigene Vergangenheit, als man im Fasching selbst noch Matrose, Bär oder Teufel war. Für die anderen ein Teil der Ausbildung. Bei den Cowboys, Tigern und Co handelte es sich nämlich um Schüler der Krankenpflegeschule, die Haßberg-Kliniken und Leopoldina gemeinsam unterhalten.
"Die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Einsatz dabei und haben den Patienten eine Abwechslung vom Alltag geboten", erklärt Iris Schlereth, Lehrerin an der Krankenpflegeschule. Normalerweise führt sie die Bären, Matrosen und Cowboys in die Geheimnisse der Pflege ein.

"Ansteckende Fröhlichkeit"

Bereits um kurz vor 9 Uhr ging es nach Mitteilung der Haßberg-Kliniken mit dem bunten Programm aus Liedern und Tänzen los. Gemeinsam wurden zum Schneewalzer Tücher geschwungen oder aus halben Herzen Schüler-Patienten-Paare gebildet. Sogar eine Polonaise bewegte sich durch den Aufenthaltsraum und die Gänge der Station. "Es hat allen Beteiligten richtig viel Spaß gemacht", freut sich Iris Schlereth. Und auch der Leiter der Abteilung, Frank Schröder war von der Aktion der Krankenpflegeschüler begeistert. "Mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit und den bunten Kostümen haben die Schülerinnen und Schüler für eine willkommene Abwechslung gesorgt." Aber es wurde an diesem ungewöhnlichen Schultag nicht nur geschunkelt und geklatscht, sondern auch geschnippelt und gekocht.
Gemeinsam bereiteten Jung und Alt das Mittagessen zu. Zudem gab es für die Patienten neben jeder Menge Stimmungsmusik auch einen kurzen Vortrag über gesunde Ernährung. Anschließend wurde miteinander im Aufenthaltsraum der Akutgeriatrie gegessen, ehe der ungewöhnliche Schul- und Stationsvormittag mit einer Schunkelrunde ausklang. red





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