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Höchstadt a. d. Aisch

Geschäftsleute wollen ihre Stadt stärken

Es ist die positive Resonanz, von der Bürgermeister Gerald Brehm (JL) so begeistert ist. Viele Geschäftsleute der Höchstadter Innenstadt hätten spontan ents...
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Es ist die positive Resonanz, von der Bürgermeister Gerald Brehm (JL) so begeistert ist. Viele Geschäftsleute der Höchstadter Innenstadt hätten spontan entschieden: "Da bin ich dabei!" Dabei sein ist alles beim Höchstadter Projektfonds "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren", der von der Stadt Höchstadt und ihrem Marketingcenter eingerichtet wurde.
Nun ist ein Fonds ein Topf, aus dem in der Regel etwas finanziert wird. Zuvor aber muss etwas eingelegt werden. Das haben die Gewerbetreibenden der Höchstadter Innenstadt bereits getan: 4000 Euro wurden von ihnen bislang eingebracht, für Sandra Schuster vom Stadtmarketing "ein Beweis dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Geschäftswelt und Bürgern funktioniert". Und die Managerin ist weiterhin "on Tour", um Werbung dafür zu machen. Denn 5000 Euro müssten von privater Seite - sprich von Geschäftsleuten oder Bürgern - in den Fonds eingebracht werden, um das angepeilte Ziel der ersten Tranche von 10 000 Euro zu erreichen. "Jeder von den Geschäftsleuten eingelegte Euro wird verdoppelt", sagt Schuster. Denn die zweiten 5000 Euro werden von der Stadt Höchstadt und der Städtebauförderung "draufgelegt".


Stadt vor Herausforderungen

Was soll nun mit dem Geld geschehen? Vor allem soll es nach den Worten des Bürgermeisters schnell und unbürokratisch für Projekte zur Stärkung und Belebung der Innenstadt eingesetzt werden. Denn die Stadt steht in den nächsten Jahren vor besonderen Herausforderungen: Der Bau der Aischbrücke und die Maßnahmen der Städtebauförderung werden zu Belastungen für die Geschäftswelt im alten Stadtkern führen. Hinzu kommt, dass das vom Stadtrat mit Mehrheit beschlossene neue Einkaufszentrum vor der Tür steht, das "aus unterschiedlicher Sicht betrachtet wird".
Brehm ist aber zuversichtlich, durch unterschiedlichste Maßnahmen wie die Kulturmeile, Schillerplatz- und Mittelalterfest, gastronomische Angebote und nun durch den Projektfonds den Ausgleich zu schaffen.
Erste Vorschläge sind auch schon vorhanden: Schilder und Wegweiser rund um die Baustellen, eventuell unter Einbindung des Storchs als Höchstadter Maskottchen. Eine weitere Idee ist ein Einkaufsführer, den es in dieser Form in Höchstadt noch nicht gibt. In den Läden Luftballons als "Give-aways" für Kinder oder Jutetaschen mit Aufdruck "Lebendiges Höchstadt" sind angedacht. Was von all den Vorschlägen letztendlich umgesetzt werden soll, wird ein "Lenkungsgremium", zusammengesetzt aus Kommune und Gewerbetreibenden, entscheiden. Brehm jedenfalls wäre "froh, wenn die Stadt mehr ausgeben muss als geplant. Denn dann ist die Idee angekommen".
"Andocken" an den Projektfonds kann sich übrigens jeder Gewerbetreibende oder Bürger. Über Vorschläge und Ideen für Maßnahmen des Projektfonds freut sich Sandra Schuster. Sie sollten jedoch unbedingt schriftlich oder per E-Mail eingereicht werden bei tourismus@hoechstadt.de.