Eggolsheim

Gemeinschaft "Alter Ortskern Eggolsheim" macht mobil

Eggolsheim — In der Gemeinderatssitzung am 21. Oktober 2014 hat die Marktgemeinde Eggolsheim die Wiederaufnahme von Maßnahmen in der Städtebauförderung und die Erstellung eines Int...
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Eggolsheim — In der Gemeinderatssitzung am 21. Oktober 2014 hat die Marktgemeinde Eggolsheim die Wiederaufnahme von Maßnahmen in der Städtebauförderung und die Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) für den Hauptort Eggolsheim beschlossen.
Daraufhin hat sich jetzt eine Interessengemeinschaft (IG) "Alter Ortskern Eggolsheim" gegründet. Versammlungsleiter Martin Pöhlmann begrüßte in der Gastwirtschaft "Schwarzes Kreuz" 87 Intessierte, darunter auch den Ersten Bürgermeister Claus Schwarzmann und die Gemeinderäte Thea Göller, Arnulf Koy, Peter Eismann, Hans-Jürgen Dittmann, Georg Eismann und Josef Arneth.
Von den Anwesenden traten 67 der IG bei. Ziel der neu gegründeten Interessensgemeinschaft ist es, bei den Planungen die Interessen der Anlieger im Sanierungsgebiet zu vertreten. Durch eine Unterschriftenaktion im März 2012 wurde im Rahmen einer Anliegerversammlung nämlich die geplante Städtebauförderung in Eggolsheim gestoppt. Große Bedenken gab es damals wie heute, dass durch das Kommunalabgabengesetz einzelne Bürger bei einer Ortskernsanierung enorm belastet werden könnten.
Ziele der Interessengemeinschaft "Alter Ortskern Eggolsheim" sind unter anderem, dass die betroffenen Grundstückseigentümer von Anfang an in alle Planungen einzubeziehen sind. Weiter fordert die IG eine genaue Kostenrechnung vorzulegen - rechtzeitig vor Baubeginn. Aus dieser soll der Kostenbeitrag der einzelnen Betroffenen hervorgehen. Anschließend sei eine mehrheitliche Zustimmung der Grundstückeigentümer einzuholen. Beim Verkauf von Grundstücken, die im Besitz der Gemeinde sind und im Ortskern liegen, seien die Bürger zu informieren. Zudem sollen die bisherigen Straßenführungen, Straßenbreiten und die Anzahl der Parkplätze erhalten bleiben, der Erhalt des dörflichen Charakters des Marktes Eggolsheim ist wesentlich. Auch der hochwasserfreie Durchfluss des Eggerbaches durch den Ort müsse sichergestellt werden, die Zuflusssteuerung sollte modernisiert werden. Als Sprecher der IG "Alter Ortskern Eggolsheim" wurden Martin Pöhlmann, Stefan Albert und Bernhard Ruderich gewählt.

Was wird aus dem "Faulenzer"?

In der offenen Diskussionsrunde war der gemeindliche Jugendtreff "Faulenzer" das Hauptthema. Armin Koy äußerte, dass er mit dem geplanten Verkauf des Faulenzergebäudes nicht einverstanden sei. "Das Haus prägt das Ortsbild im Herzen von Eggolsheim", fügte Martin Voll hinzu. Martin Pöhlmann war der Meinung, ein Ersatzbau für den "Faulenzer" koste mehr Geld als die Einnahmen aus dem geplanten Verkauf des Jugendtreffs an die Sparkasse. Die Gemeinde könnte mit den Mehrkosten das Faulenzergebäude sanieren und es würde in Gemeindebesitz bleiben. Alfons Pinsel fand, das Faulenzergebäude sei ein Ensemble von Eggolsheim und dürfte bei einer Veräußerung an die Sparkasse auf keinen Fall abgerissen werden. Zudem habe die Sparkasse bereits eine renovierte Filiale im Ortskern, so Peter Eismann. Versammlungsleiter Martin Pöhlmann ließ über den Verkauf abstimmen. Das Stimmungsbild ergab, dass von 87 Personen 74 einen Verkauf von Gebäude und Grundstück ablehnten. erl

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