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Herzogenaurach

Gemeinsamer Sport hält die Pötzls jung

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Waltraud und Josef Pötzl (sitzend) freuten sich über die Glückwünsche von Tochter Sonja (2. v. l.) sowie von Peter Prokop und Renate Schroff als Vertreter der Stadt. Foto: Richard Sänger
Waltraud und Josef Pötzl (sitzend) freuten sich über die Glückwünsche von Tochter Sonja (2. v. l.) sowie von Peter Prokop und Renate Schroff als Vertreter der Stadt. Foto: Richard Sänger

von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Herzogenaurach — Der Name Pötzl ist in Herzogenaurach nicht gerade unbekannt, so war Josef Pötzl über Jahre Vorsitzender des RC 1984 Herzogenaurach, arbeitet bei der Turnerschaft im Kompetenz-Team und ist mit seiner Frau Waltraud jede Woche sportlich unterwegs. "Rund ums Turnerheim gibt es genug zu tun und herzurichten, da wird's uns nicht langweilig", meinte Josef Pötzl.
Langweilig war es dem Ehepaar Pötzl und seinen drei erwachsenen Kindern sowie sechs Enkelkindern auch gestern nicht, denn es feierte Goldene Hochzeit und zudem Waltraud Pötzls Geburtstag.
Josef Pötzl stammt aus dem Sudetenland und ist in Markowitz in Schlesien aufgewachsen, Waltraud Pötzl verbrachte ihre Kindheit in Breslau/Schlesien. Die Vertreibung führte beide nach Herzogenaurach, und die Familie des Jubilars baute in der Adalbert-Stifter-Straße, in der viele Vertriebene eine Heimat fanden, ein Haus. Sein Bruder wohnte im Nachbarhaus, damals halfen alle zusammen und errichteten entlang der Straße die Siedlung. Seine Lehrzeit absolvierte Josef Pötzl bei der Bahn, wechselte zu Siemens und war dann noch 25 Jahre im Frauenauracher Kraftwerk beschäftigt.
An den Tag seiner Hochzeit kann sich das Paar noch sehr gut erinnern, wobei von einer fröhlichen Feier im ehemaligen Weißen Ross aber im Grunde keine Rede sein kann. "Es war zwar herrliches Wetter, aber zum Feiern war uns nicht zumute, wir waren alle in schwarz gekleidet, denn kurz vor der Hochzeit starb die Schwester meines Mannes", erinnert sich Waltraud Pötzl zurück.

Immer für die Kinder da

"Lange konnte ich nicht arbeiten, ich musste mich um eine Tochter und zwei Buben kümmern", erzählte Waltraud Pötzl, die bis zur Schwangerschaft in der Schuhfabrik Kern beschäftigt war. Tochter Sonja wohnt inzwischen in Reinersdorf, die Söhne ließen sich in Niederndorf und in Kemnath nieder. Da war es eine Selbstverständlichkeit für Josef Pötzl und seine Frau Waltraud, die Kinder tatkräftig beim Hausbau zu unterstützen. Die Frage nach einem besonderen Glücksmoment beantwortete Tochter Sonja: "Na, wir waren doch der Glücksfall in eurem Leben."
Wenn die Gartenarbeit erledigt ist, dann ist das Paar, Jahrgang 1939 und 1940, so richtig sportlich unterwegs und geht zur Gymnastik. Aber auch das wöchentliche Walken darf nicht fehlen, und einmal pro Woche schwingt sich Josef Pötzl aufs Fahrrad und spult mal so nebenbei 25 Kilometer runter.
Neben Verwandten, Nachbarn und Freunden gratulierten auch Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD) und Stadtrat Peter Prokop (SPD). "Ich bin nur der Briefträger", meinte Prokop schmunzelnd, als er das Schreiben des Bürgermeisters und ein Stadtbuch überreichte.

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