Baunach

Gemeinsame Nenner nutzen

Bei der Gemeindewerkstatt der Baunach-Allianz Süd wurden der Ist-Stand und Wünsche offengelegt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Für Baunach sehen die Verantwortlichen noch Ausbaumöglichkeiten im Tourismus. Foto: Ekkehard Hojer
Für Baunach sehen die Verantwortlichen noch Ausbaumöglichkeiten im Tourismus. Foto: Ekkehard Hojer
+1 Bild
"Wir wollen unsere Zukunft gemeinsam erfolgreich gestalten", begrüßte Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB) die Veranstaltungsteilnehmer aus Gerach, Reckendorf, Lauter und Kirchlauter, dem Markt Rentweinsdorf sowie der Stadt Baunach bei der Gemeindewerkstatt Süd der Baunach-Allianz.
Phillip Ruhstorfer vom Büro IPU aus Erfurt unterstrich, dass mit ILEK, dem Integrierten ländlichen Entwicklungskonzept, die Entwicklungsziele der Region definiert und Handlungsfelder festgelegt werden sollten. Siedlungsentwicklung, Tourismus und Freizeit, Wirtschaft und Verkehr, Natur und Umwelt, bürgerschaftliches Engagement und Identität, sowie Daseinsvorsorge - anhand dieser sechs Themenfelder sollte eine Analyse der Ist-Situation und der wünschenswerten Veränderungen erarbeitet werden. Außerdem wurden Vorschläge für ein gemeinsames Motto gesucht.
"Wir leben in einer wunderschönen Landschaft und in einer intakten Natur", bei diesem Punkt waren sich die Vertreter aus den sechs Kommunen einig. Die ruhige idyllische Lage und die Natur im Laimbachtal sowie ein intaktes Vereinsleben bewertete Bürgermeister Gerhard Ellner (SPD) aus Gerach als besonders positiv.


Radwegenetz ausbauen

Die Gemeinde biete ein abwechslungsreiches Wanderwegenetz, einen Naturlehrpfad, günstige Bauplätze und die Laimbachtalhalle, eine Veranstaltungshalle mit 400 Plätzen. Wichtig sind ihm eine gesicherte Infrastruktur mit medizinischer Versorgung und Einkaufsmöglichkeiten. Wünschenswert sei der Lückenschluss des Radwegenetzes bis Salmsdorf und Breitbrunn sowie die Fortführung der Dorferneuerung. Kooperationen gebe es bereits mit Reckendorf im Fußball.
Bürgermeister Armin Postler (CSU) lobte die idyllische Lage von Lauter und das gesellige Dorfleben. Bei besserer finanzieller Ausstattung wäre ein Gemeindezentrum sinnvoll. Wünschenswert seien Wohn- und Gewerbeflächen und eine bessere ÖPNV-Anbindung. Kümmern müsse man sich um die Leerstände in den Ortskernen und die Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Als sinnvolle Einrichtung sieht er ein Blockheizkraftwerk für die öffentlichen Gebäude. Chancen beim Thema Tourismus gebe es mit dem an den Rennweg und einen weiteren Ausbau des Radwegenetzes, informierte Postler.
Als gastfreundliche, attraktive Wohngemeinde mit einer guten Gastronomie bezeichnete Dritte Bürgermeisterin Eva-Maria Schmitt Kirchlauter. Junge Leute kämen wieder gerne ins Dorf zurück. Ziel sei es, Kirchlauter für junge Familien attraktiv zu erhalten. Dazu gehörten die Sicherung von Kindergarten und Grundschule sowie die Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Die ehrenamtliche Einrichtung eines Einkaufsdienstes und eines Bürger-Cafés kann sie sich ebenfalls vorstellen. Sie wünschte sich einen Aussichtsturm auf dem Berg Stachel zwischen Kirchlauter und Ebern.


Familienfreundliche Gemeinde

Zweiter Bürgermeister Kurt Weißheimer aus Rentweinsdorf bezeichnete die Gemeinde als familienfreundlich, mit einem regen Vereinsleben und dem Festhalten an Traditionsfesten. Er lobte das aktive Leben in der Kirchengemeinde. Für den Tourismus wünscht er sich mehr Gästebetten. Die Ansiedlung von Kleingewerbe und Handwerk und dadurch mehr Arbeitsplätze, hält er für sinnvoll. Im Auge behalten müsse man die Ortsumgehungsstraße. Auf der Agenda stehe ebenfalls eine Senioreneinrichtung.
Die Stadt Baunach ist in eine schöne landschaftliche Umgebung eingebettet, fand Zweiter Bürgermeister Peter Großkopf. Bei Baugebietsausweisungen und dem Bau einer Mehrzweckhalle gebe es Schwierigkeiten wegen der Natura-2000-Schutzgebiete, ebenfalls bei der gewünschten Ortsumgehung.


Bauland für junge Familien

Wünschenswert seien ein Mehrgenerationenprojekt, ein Ärztehaus mit Fachärzten und eine barrierefreie Poststelle. Wichtig für Baunach sei Bauland für junge Familien und der Ausbau der touristischen Möglichkeiten mit der Gestaltung des Südsees. Positiv fand Großkopf die Zahl der kulturellen Veranstaltungen im Bürgerhaus Lechner-Bräu, das Krippenmuseum, Sportanlage und Hallenbad. Er sprach anerkennend vom Vereinsleben, dem bürgerschaftlichen Engagement und den naturnahen Wanderwegen.
Bürgermeister Manfred Deinlein (SPD) und Zweiter Bürgermeister Erwin Wahl erklärten abwechselnd die Sichtweise der Reckendorfer. Sie schilderten die Gemeinde als lebendig, offen, ein Vorbild an Geselligkeit und ruhig gelegen. Für wichtig halten sie die Sicherung der ärztlichen Versorgung, die Barrierefreiheit der Hauptstraße und ein Mehrgenerationenhaus sowie eine Nachbarschaftshilfe. Wünschenswert sei eine ausreichend große Veranstaltungshalle. Vorstellen können sie sich ein Unterzentrum für kommunale Dienste, ein gemeinsames Branchenverzeichnis, einen gemeinsamen Veranstaltungskalender und eine Tourismus-Information.
Ein Motto muss aus den Vorschlägen noch ausgewählt werden. Die nächste Gemeindewerkstatt der Baunach-Allianz Süd findet am 28. März in der Laimbachtalhalle, Gerach, statt.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren