Coburg
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Gemeinsam etwas fürs Klima tun

Schüler pflanzten im Callenberger Forst 150 Bäume. Auch "faire Schokolade" half dabei.
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Mitten im Callenberger Forst steht der Förster und städtische Klimaschutzbeauftragte Wolfgang Weiß, zwischen 150 Bäumen auf der einen und rund 40 motivierten Kindern, ausgerüstet mit Spaten und Handschuhen, auf der anderen Seite. Unter dem Motto "Stop Talking - Start Planting!" ging es am Samstag für die neun- bis zwölfjährigen Schüler zum gemeinsamen Bäume pflanzen .
Der kostenlose Aktionstag fand unter der Flagge der Internationalen Kampagne "Plant for the Planet" statt, was auf Deutsch so viel heißt wie "Pflanzen für den Planeten." Wolfgang Weiß erklärt, worum es geht: Initiiert hat die Aktion 2007 mit Felix Finkbeiner aus Pähl in Oberbayern ein damals gerade mal neun Jahre alter Schüler. Bei seinen Recherchen zu einem Referat über die Klimakrise hatte Felix die Idee, Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen und so für eine faire Zukunft kämpfen.
Eine "Plant-for-the-Planet-Akademie" kann von jedem organisiert werden, deshalb am Samstag auch das erste Mal in Coburg, unterstützt durch die integrative Jugendgruppe "Blue Notes" des Fördervereins Integrative Schule Coburg sowie zahlreiche Partner und Sponsoren.
Während der Veranstaltung lernten die Kinder viel über Klimawandel und Klimagerechtigkeit, nahmen an einem Rhetorik-Training teil und planten eigene Aktionen für ihre Schulen, Gemeinden oder Vereine. Den Höhepunkt bildete die Pflanzaktion. Es wurden zusammen Bäume gepflanzt, von denen jeder Einzelne jährlich rund zehn Kilogramm CO2 binden kann.
Wolfgang Weiß lernte den Schülern das richtige Pflanzen der Bäume. Dabei demonstrierte er auch einige falsche Techniken, wie beispielsweise das Anspitzen der Wurzel mit einem Taschenmesser. Sofort gingen die Finger nach oben: "So geht das nicht!" Das kam bei den Schülern an. In zwei Gruppen machten sie sich ans Werk: Loch graben, Bäumchen rein, Erde drumherum, das Bäumchen schütteln, damit sich die Erde auch gut um die Wurzeln legt, von der Seite mit dem Fuß gut fest drücken, fertig.
Gepflanzt wurde Bergahorn, Wildkirsche und Rotbuche. "Diese Baumarten kommen mit dem Standort zurecht und sind klimatoleranter als die Fichten, die neben der Freifläche die Baumbestände bilden", so Weiß. Der Callenberger Forst kam für die Pflanzaktion in Frage, da die Fläche in fußläufiger Entfernung zur Rudolf-Steiner-Schule liegt und der Waldbesitzer, Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, seine Zustimmung gegeben hatte. Durch "faire Schokolade", die von "Plant for the Planet" vertrieben wird, werden die Aktionen unterstützt. Eine Tafel kostet einen Euro - davon gehen 20 Cent an die Organisation, und mit fünf verkauften Tafeln kann ein Baum gekauft werden.
Die an der Aktion im Callenberger Forst teilnehmenden Kinder kamen aus der Rudolf-Steiner-Schule, der Pestalozzi-Schule, der Heimatring-Schule, der Melchior-Franck-Schule, der Jean-Paul-Schule, der Johann-Gremmer- und Mauritius-Schule in Ahorn, der Montessori-Schule in Mitwitz sowie den Coburger Gymnasien.
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