Knetzgau

Gemeinde plant weiter mit Seniorenheim

Knetzgau — Der Gemeinderat in Knetzgau verfolgt weiter den Bau eines Seniorenheims in Knetzgau. Es soll auf einer Teilfläche der Schule entstehen. Dazu behandelte der Gemeinderat d...
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Knetzgau — Der Gemeinderat in Knetzgau verfolgt weiter den Bau eines Seniorenheims in Knetzgau. Es soll auf einer Teilfläche der Schule entstehen.
Dazu behandelte der Gemeinderat die eingegangenen Stellungnahmen zur Änderung des Bebauungsplan "Am Bieger". Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 30. Juni den Aufstellungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplanes "Am Bieger" in Knetzgau gefasst und in der Sitzung im Juli die Anpassung des Flächennutzungsplanes beschlossen. Grund der Änderung ist eine Teilumwandlung der Fläche am Schulsportgelände in ein allgemeines Wohngebiet, um planrechtlich die Voraussetzungen für die Errichtung eines Seniorenwohn- und Pflegeheimes mit 80 Plätzen zu schaffen. In der Sitzung am Montagabend hat der Rat mehrheitlich der erneuten Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes zugestimmt.
Eine Behördenbeteiligung fand in der Zeit vom 4. bis 24. September statt, bei der Ämter und weitere Träger öffentlicher Belange sich äußern konnten. Laut Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) sind zwei Knetzgauer Bürger in dem Zeitraum im Rathaus erschienen.

Kritik der CSU

Von den Behörden und den benachbarten Kommunen wurden größtenteils keine Einwände erhoben sowie keine Äußerungen abgegeben. Einwände machte die CSU-Fraktion schriftlich geltend. Gemeinderat Mark Zehe (CSU) verwies auf den Flächenbedarf für die Schule und darauf, dass es durch ein Seniorenheim auf dem benachbarten Platz zu Konflikten in der städtebaulichen Entwicklung kommen könnte. Ferner habe die Gemeinde, so Zehe, keine objektive und sachgerechte Abwägung privater und öffentlicher Interessen vorgenommen. Zehe warnte davor, eine grob fahrlässige Entscheidung zu treffen.

Nur Handlungsrichtschnur

Das Amt für Soziales und Senioren am Landratsamt erhob ebenfalls Einwände - speziell gegen den Bebauungsplan - und verwies auf das seniorenpolitische Gesamtkonzept im Landkreis. Dieses Konzept sehe derzeit eine Sicherung des Pflegebedarfs im Kreis vor. Allerdings ist laut Robert Selig von der Gemeindeverwaltung das seniorenpolitische Konzept des Kreises nur Handlungsrichtschnur. cr

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