Dormitz

Gegen eine "gigantische Naturzerstörung"

Dormitz — Schon bei einer Informationsveranstaltung des Bayerischen Bauernverbands (BBV) vor zwei Wochen hatten sich viele Landwirte entsetzt über den Flächenfraß der geplanten Umg...
Artikel drucken Artikel einbetten
Dormitz — Schon bei einer Informationsveranstaltung des Bayerischen Bauernverbands (BBV) vor zwei Wochen hatten sich viele Landwirte entsetzt über den Flächenfraß der geplanten Umgehung Dormitz.
"Am Donnerstag haben zahlreiche Eigentümer von Flächen am Weiherer und Rosenbacher Berg noch einmal die Pläne der neuen Straße diskutiert", heißt es in einer Pressemitteilung des Bauernverbands. Am späten Abend beschlossen die Landwirte demnach, sich gegen die "gigantische Naturzerstörung" zu wehren.
19 Eigentümer und Landwirte gründeten eine Interessensgemeinschaft "Landwirte Dormitz gegen die Umgehung" und beriefen Bernhard Kreissl zum Sprecher. "Dormitz wird durch die neue Straße nach Westen komplett abgeriegelt. Es gibt nur noch eine Brücke über die Rosenbacher Straße. Das bedeutet für uns weite Umwege, mehr Zeit und Sprit, um zu unseren Feldern zu kommen", sagte Kreissl.
Ein neuer Konfliktpunkt könnte seiner Ansicht nach der Radweg am Süd-Kreisel werden, weil die Landwirte den Weg mit ihren Maschinen ebenfalls nutzen sollen. "Es fehlt ein Gesamtkonzept für unseren Raum", klagte Kreissl. Gerhard Derfuß, Obmann des Bauernverbands, unterstützt die Aktion: "Wir werden unser Land nicht für diese Umgehung verkaufen. Seit Generationen bewirtschaften wir die Flächen am Weiherer Berg."
Um zu verdeutlichen, wie groß die Eingriffe sein werden, hat die Interessensgemeinschaft ein Holzbauwerk am künftigen Süd-Kreisel aufgebaut. red



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren