Coburg

Gast ein Spielball für die SGR

Handball-Bezirksoberliga  Die Rödentaler führen weiter die Tabelle vor der HG Kunstadt mit zwei Punkten Vorsprung an. Der TV Weidhausen war der Chef in der Mainfeldhalle gegen den Nachbarn TS Lichtenfels.
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Bastian Göpfert war mit sechs Toren einer der erfolgreichsten Rödentaler Spieler im ungleichen Kampf gegen Bamberg II in der Franz-Goebel-Halle. Foto: Erich Bilek
Bastian Göpfert war mit sechs Toren einer der erfolgreichsten Rödentaler Spieler im ungleichen Kampf gegen Bamberg II in der Franz-Goebel-Halle. Foto: Erich Bilek
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Rödental — Es bleibt dabei, der Weg zur Meisterschaft führt nur über die SG Rödental. Jetzt ließ der verlustpunktfreie Tabellenführer am 8. Spieltag auch den HC Bamberg II mit 31:18 keine Chance. Alleiniger erster Verfolger ist aber weiter die HG Kunstadt, die in Marktleuthen einen weiteren Verfolger etwas abschüttelte.
Klar vor der TS Lichtenfels behauptete sich der TV Weidhausen auf Rang sechs, da er das direkte Duell für sich entschied.
Spannend machte es die SG Bad Rodach/Großwalbur beim 33:31 gegen die HG Hut/Ahorn. Schließlich fehlte dem Aufsteiger TV Neuses ein Tor beim TV Gefrees zum Unentschieden (28:27).


Eine klare Sache

SG Rödental - HC 03 Bamberg II 31:18 (15:7): Wenn der Tabellenführer gegen den Aufsteiger zuhause spielt, sind die Rollen vor dem Spiel glasklar verteilt. Der Rödentaler Stammkader war bis auf Stefan Schuhmann auch vollzählig.
Niels Greiner schenkte von der ersten Minute an Felix Riedel das Vertrauen für die Mittelposition und konnte seinen etatmäßigen Spielmacher Schuhmann 60 Minuten lang schonen. Rödentals größere Individualstärke zeigte sich bereits von der ersten Minute an, als die SGR schnell und sicher von 6:0 über 9:1 davonzog und somit jegliche potenzielle Überraschung im Keim erstickte. Die hohe Führung kam durch das gute Zusammenspiel zwischen Cichon und Deckung zustande, woraus man mit Toren aus der zweiten Welle die Gäste immer wieder überlief. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit verlor man, SG typisch, etwas den Fokus und vergab einige aussichtsreiche Chancen. Dennoch war das Spiel beim Halbzeitstand von 15:7 längst entschieden.
Deswegen konnten alle Spieler aus der zweiten Reihe (Jäckel, Göpfert, Eberlein, Bittermann) Erfahrung sammeln. Besonders Bastian Göpfert zeigte das notwendige Selbstvertrauen, spielte die zweite Halbzeit auf halblinks durch und erzielte sechs Treffer. Auch Torhüter Tizian Bittermann zeigte eine ansprechende Leistung. Insgesamt waren die Gäste aus Bamberg zwar durchwegs engagiert und bemüht, aber am Ende doch stets zu überhastet und fehleranfällig in ihren Aktionen. So ging das Spiel mit einem glanzlosen 31:18-Sieg zuende, in dem die SGR zwar von Beginn an haushoch überlegen war, aber dennoch viel zu viele Fehler machten und somit ihr Potenzial bei weitem nicht ausschöpften.
Der Heimsieg war insgesamt ein typisches Rödentaler Spiel. Am Anfang motiviert, dann hoch in Führung, und danach wegen mangelnder Konzentration nicht mehr überzeugend. Auf der anderen Seite kann man der Mannschaft aber auch keinen Vorwurf machen, denn bei einer Zehn-Tore-Führung fällt es jedem schwer, sich zu motivieren.
SG Rödental: Fladt 8/4, Göpfert 6/1, Trotsenko 5, Cichon 4, Metz 2, Jäckel 2/1, Eberlein 2, Günther 1, Riedel 1. mbe


Zur Pause war alles erledigt

TV Weidhausen - TS Lichtenfels 34:27 (17:10): Nachdenkliche Gesichter sah man nach dem Spiel auf der Bank der Lichtenfelser Turnerschaft. Woran lag es, dass man das Lokalderby gegen den TV Weidhausen relativ deutlich mit 34:27 verloren hatte. Lag es an der Schiedsrichtern, wie viele im Lichtenfelser Lager meinten? Auch der Lichtenfelser Trainer Nicholas Cudd, der seine Mannschaft zu Beginn mit einer überraschenden Taktik ins Rennen schickte, hatte seine eigene Interpretation.
Einen 3:3-Deckungsverband sieht man im Handball schließlich nicht alle Tage und schon hier wurde deutlich, mit welch hoher Motivation die Gäste ans Werk gingen. Enorm viel Adrenalin lag in der Luft und es dauerte nicht lange, ehe mit Cornelius John und Wolfgang Schulze die erste Lichtenfelser eine Auszeit nehmen durften. Es war nicht das einzige Mal, dass die Gäste nur mit vier Feldspielern auf dem Platz standen. Am Ende der Partie standen neun Zeitstrafen bei den Lichtenfelsern und fünf Hinausstellungen bei den Gastgebern. Gegen Spielende erwischte es sogar den Lichtenfelser Trainer.
Fakt war, dass sich die Gäste unter Wert verkauften. Immerhin hielten sie bis zum 8:8 sehr gut mit, zumal der TV Weidhausen mehrfach an Andreas Lutz im Lichtenfelser Tor scheiterte. Auch wusste Lichtenfels über Lukas Tremel die zugesprochenen Strafwürfe gut zu nutzen.
Eine parallele Zeitstrafe gegen Simon Schröck und Cornelius John leitete die Wende ein. Ein Präzisionswurf von Johannes Bauer (Innenpfosten, Tor), der mit neun Feldtoren der erfolgreichste Werfer beim TV Weidhausen war, und ein erfolgreicher Konter von Daniel Recknagel brachte die 9:8-Führung. Ehe sich die Korbstädter versahen, lagen sie 12:8 und 16:9 hinten. Mit 17:10 wurden die Seiten gewechselt.
Mit einem Torhüterwechsel versuchte Lichtenfels auf die vorangegangene Durststrecke zu reagieren. Die Tore fielen nun im Minutentakt, ohne dass Lichtenfels näher herankam. Johannes Bauer, Daniel Recknagel, Tim Pechauf und Florian Büttner hielten die Gäste auf Distanz. Mehrfach war der Vorsprung des TV Weidhausen auf acht bis neun Tore angewachsen.
Lichtenfels haderte mit seinem Schicksal und den Schiedsrichtern. Zudem lebte der Gast zu sehr von Einzelaktionen. Weidhausen agierte aber zu besonnen, um sich um den Lohn des Erfolgs bringen zu lassen.
TV Weidhausen: T. Zapf, M. Schieber - J. Bauer 9, Recknagel 8/1, F. Büttner, T. Pechauf je 4, M. Werner 3, C. Büttner, C. Staude je 2, S. Büttner 2/2, T. Goller, A. Knauer, F. Querfeld, D. Morgenthum. - TS Lichtenfels: T. Renner, A. Lutz - J. Höfner 6, C. Hansen 5, C. John 4, A. Kraus 4/1, L. Tremel 4/3, J. Rießner 3, F. Brunner 1, W. Schulze, T. Renner, S. Schröck, M. Fiedler. kag

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