Stettfeld
Theater 

Gartenexperten unter sich

Die Stettfelder Freilichtbühne präsentiert auf der Landesgartenschau zwei Einakter.
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Die Stettfelder Freilichtbühne mit (stehend von links) Martina Kneuer, Michael Then, Udo Busch, Christian Ziegler, Andrea Ullrich, Anne Mantel, Maria Egglseder sowie (sitzend) Georg Klarmann und Birgit Amling   Foto: privat
Die Stettfelder Freilichtbühne mit (stehend von links) Martina Kneuer, Michael Then, Udo Busch, Christian Ziegler, Andrea Ullrich, Anne Mantel, Maria Egglseder sowie (sitzend) Georg Klarmann und Birgit Amling   Foto: privat
Was würden Gartenzwerge eigentlich erzählen, wenn sie lebendig wären, und welche finsteren Geheimnisse verbirgt die biedere Fassade zweier alter Damen, die sich zufällig auf dem Friedhof treffen? Diese Fragen werden die Schauspieler der Stettfelder Freilichtbühne am Sonntag, 5. Juni, um 13 und 14 Uhr auf der Landesgartenschau in Bayreuth mit zwei Einaktern beantworten.
In Birgit Amlings "Gartenzwergimpressionen" tauschen sich sechs Gartenzwerge über ihre Erlebnisse aus. Die Gartenkultur und die Entwicklungen in modernen Gärten werden von ihnen in spitzzüngigen Reimen aufs Korn genommen. Gerade so manche aktuelle "Verschönerung" ist den Wichteln ein Dorn im Auge, schließlich steht die Deko in direkter Konkurrenz zu ihnen: "Da gibt's Vögel aus Stein mit rostigem Schnobel - Früher war des Alteisen, heut is es nobel", schimpfen sie. Die hintersinnigen Geschichten aus dem Leben der Zwerge geben dabei auch einen tieferen Einblick in die Veränderungen, weg vom Nutzen und hin zum Design, die in der Wohlfühloase Garten in den letzten Jahren stattgefunden haben.
Um eine Ruhezone ganz anderer Art geht es in Christian Zieglers Kriminalfarce "D(r)amen an der Friedhofsmauer", in der Theater und Wirklichkeit miteinander verschmelzen. Die biestige Griselda verdächtigt dabei ihren Mann Heinrich, eine Affäre zu haben. Beim Warten auf den Beginn des titelgebenden Theaterstücks fliegen deshalb gehörig die Fetzen. Als sich die gutaussehende Sitznachbarin Cynthia in den Ehekrach einmischt, ist an eine Deeskalation nicht mehr zu denken.
Das Stück im Stück zeigt dann, warum ein Friedhof nicht zwangsläufig ein Ort himmlischen Friedens sein muss. Die alten Damen Elisabeth und Käthe plaudern darin über ihre verstorbenen Ehemänner und dabei offenbart sich ein dunkles Geheimnis. Auch für Griselda nimmt der Abend im Anschluss noch eine unerwartete Wendung.
Beide Stücke werden von den Schauspielern der Freilichtbühne in der besonderen Atmosphäre des barocken Heckentheaters auf dem Gartenschaugelände dargeboten. Der Eintritt zu den Stücken ist frei und im Eintrittspreis für die Gartenschau inbegriffen. red

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