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Rattelsdorf

Garten der Begegnung geplant

Marktgemeinderat  Die Räte verabschiedeten die Pläne bei fünf Gegenstimmen. Die Kosten für die Sanierung des Gartens werden auf rund 280 000 Euro geschätzt. Die Marktgemeinde schießt 25 000 Euro zu.
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Aus dem Barockgarten soll ein Garten der Begegnung werden. Foto: Renate Neubecker
Aus dem Barockgarten soll ein Garten der Begegnung werden. Foto: Renate Neubecker
Rattelsdorf — Der geplante Mehrgenerationenplatz und der Klostergarten im Sankt Franziskushof als Awo-Garten der Begegnung bewerben sich bei der LAG-Region Bamberg um Fördermittel aus dem Leader-Programm. Für den Mehrgenerationenplatz stellte Tanja Potrykus in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats das geänderte Planungskonzept vor.
Wegen der vorhandenen Bepflanzung war ein Areal an der Kreisstraße BA 32 vorgesehen. Hier sind die Bäume stark geschädigt. Deshalb rutscht der Platz auf dem gleichen Areal jetzt etwas weiter nach unten. Das hat den Vorteil, dass die Parkplätze an der Abtenberghalle genutzt werden können. Der Platz muss aber neu bepflanzt werden und wird dann in verschiedene Bereiche eingeteilt mit Spielmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Fitnessgeräten für Senioren. Es gibt unter anderem einen Kletter- und Schaukelbereich mit Balancierstangen. Zwei Pavillons mit Hockstangen, einen Hügel mit einer Burg und in der Mitte eventuell eine Feuerstelle. Nicht nur für die Senioren schlug Tanja Potrykus schlichte, stabile Fitness-Geräte vor, die vielseitig genutzt werden können. Die Kosten bezifferte die Planerin auf ca. 150 000 Euro. Durch Eigenleistung könnten Kosten eingespart werden, so die Planerin. Bürgermeister Bruno Kellner (VU) bemerkte, es sei wünschenswert, dass sich die Bevölkerung mit dem Projekt identifiziere. Diskutiert wurde über die Beteiligung der Ortskulturringe und Vereinspatenschaften für den Platz. Als Kostenoption soll ein WC mit in die Planung aufgenommen werden. Trotz vehementer Plädoyers für das Projekt, das als Bereicherung und Ort der Begegnung von Jung und Alt gesehen wurde, gab es beim Beschluss fünf Gegenstimmen. Ebenfalls die Förderung aus dem Leader-Programm hat die Arbeiterwohlfahrt Bamberg Stadt und Land für den historischen Klostergarten beantragt. Hier soll ein Garten der Begegnung entstehen.

Awo beantragt 20 000 Euro

Für dieses Vorhaben beantragte die Awo einen Zuschuss der Marktgemeinde in Höhe von 20 000 Euro. Ruth Schmidt stellte für die Arbeiterwohlfahrt das Projekt vor. Geplant sind Öffnungszeiten täglich von 10 bis 19 Uhr vom Frühjahr bis zum Herbst. Der westliche Teil des Barockgartens soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, der östliche Teil bleibt den psychisch-kranken Bewohnern des Hauses an der Itz vorbehalten. Die Abgrenzung soll mittels eines schmiedeeisernen Zaunes mit Tor erfolgen. An dieser Stelle habe bereits früher ein Zaun existiert, der den Nutzgarten vom Wirtschaftshof trennte, erklärte Ruth Schmidt. Die Trennlinie orientiere sich so an den historischen Gegebenheiten. Der Zugang für Besucher solle über die "Käsgasse" erfolgen. Bei allen Veranstaltungen werde der Zugang über den Kirchplatz geöffnet. Die Arbeiterwohlfahrt wünsche sich die Zusammenarbeit mit dem Ortskulturring, den Vereinen, der Schule und dem Kindergarten. Gemeinsam solle ein Veranstaltungskalender erstellt werden. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm sei in den sommerlichen Monaten - beginnend ab Mai - vorgesehen.
Als Beispiel nannte Ruth Schmidt Gartenführungen mit Erläuterung von Flora und Fauna, Vernissagen, musikalische Abendveranstaltungen und jeweils eine Großveranstaltung pro Sommer. Keinen Zweifel ließ sie daran, dass die Awo das nicht alleine stemmen könne. Die Kosten für die Sanierung des Gartens bezifferte sie auf 278 500 Euro, wobei neben dem Zuschuss der Gemeinde mit weiteren Förderungen zu rechnen sei. Die Kostenplanung des Projektes basiere auf Zahlen aus den Jahren 2012/2013. Deshalb sei mit einer fünfprozentigen Preissteigerung zu rechnen. Um zumindest einen Teil der Kostensteigerung aufzufangen sei, eine punktuelle Unterstützung des Bauhofs wünschenswert, so Ruth Schmidt.

Einstimmiger Beschluss

Sabina Sitzmann-Simon argumentierte, dass damit ein Präzedenzfall geschaffen werde. Sie schlug eine Erhöhung der Förderung um 5000 Euro vor. Diesen Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro verabschiedete das Gremium einstimmig. nr

















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