Garitz

Garitzer ärgern sich über Winterdienst-Pläne

Auf der dritten Station ihrer monatlichen Stadtteiltournee diskutierten Vorstand und Mandatsträger der Freien Wähler diesmal in Garitz mit einigen Einwohner...
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Auf der dritten Station ihrer monatlichen Stadtteiltournee diskutierten Vorstand und Mandatsträger der Freien Wähler diesmal in Garitz mit einigen Einwohnern über die Stadtpolitik. Gleich zu Beginn sorgte Stadtrat Andreas Kaiser, zugleich Vorsitzender der unabhängigen Wählervereinigung, mit seinen Informationen über die von der Stadt geplanten Sparmaßnahmen beim Winterdienst zu Lasten der Einwohner für hitzige Auftaktstimmung.


Oft unnötig aktiv

Die Verwaltung solle nicht den Bürgern immer mehr abverlangen, sondern bei der eigenen Arbeit für Einsparungen sorgen, wurde den drei Stadträten der Freien Wähler vorgehalten. So soll die Stadtverwaltung bei Vergabe des Winterdienstes an Fremdfirmen besser darauf achten, dass diese Räumdienste nicht bei unbedeutendem Schneefall oder schon bei Warnung vor Schnee und Glätte oft unnötig aktiv werden. Auch soll das Rathaus den Streudiensten "das Verschleudern unnötiger Salzmengen verbieten". Durch Minderung der Einsätze und der Salzmengen kann die Stadt auch sparen, lautete die einhellige Meinung der Garitzer.
Mit Kopfschütteln wurde die inzwischen mehrjährige Verzögerung bei der Sanierung der Fußgängerzone kommentiert. Angebliche Erschwernisse im Zusammenhang von Grund- und Heilwasser wollten einige Zuhörer nicht akzeptieren. "Vor Jahren bei der Kanalverlegung in der Kurhausstraße und am Maxbrunnen war das Problem doch dasselbe." Damals sei alles reibungslos und zügig ausgeführt worden. Fraktionssprecher Sigismund von Dobschütz wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nach kürzlich genehmigtem Haushalt die Stadt auf Antrag seiner Fraktion endlich zwei zusätzliche Fachkräfte zur schnelleren Bearbeitung der Sanierungsmaßnahme einstellen wird. "Wir Freien Wähler fordern mehr Tempo."
Weitere Themen des zweistündigen Abends waren die Um- und Neubauten von Fürstenhof und Kurhaushotel sowie die Restaurierung des Luitpoldbades.
Obwohl Letzteres nach Wiedereröffnung als "Behördenzentrum" genutzt wird, "werden die Kissinger mehr davon haben als jemals zuvor", erinnerte von Dobschütz an die mit dem Freistaat vereinbarte Nutzungsmöglichkeit einiger Innenräume sowie des Veranstaltungsbereichs im Innenhof. ksvd

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