Ebensfeld
Bilanz 

Fusion war der richtige Schritt

Reinhold Stärk zeigte sich auf der Generalversammlung der Musikvereinigung Ebensfeld begeistert von seinem Amt als neuer Dirigent. Noch heuer sollen die Musiker eine einheitliche Tracht bekommen.
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Die Bläserklassen der dritten und vierten Jahrgangsstufe der Pater-Lunkenbein-Schule läuteten die Versammlung musikalisch ein. Fotos: Mario Deller
Die Bläserklassen der dritten und vierten Jahrgangsstufe der Pater-Lunkenbein-Schule läuteten die Versammlung musikalisch ein. Fotos: Mario Deller
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"Oh Susanna" - so lautet einer der Titel, welche die Schüler der Bläserklasse zum Auftakt im Pfarrsaal unter der Leitung von Thomas Helmreich präsentierten. Nicht umsonst durfte der Nachwuchs den Auftakt zur Generalversammlung der Musikvereinigung Ebensfeld bilden, denn die Jungen und Mädchen an Trompete oder Querflöte sind die Basis für eine gesunde Zukunft des Vereins.
617 Mitglieder (Stand Anfang 2017) zählt die Musikvereinigung laut den Worten des Vorsitzenden Rudi Dierauf - darunter 147 Aktive. 104 sind jünger als 18 Jahre. Dierauf erinnerte an Veranstaltungen wie den Böhmischen Abend, die NBMB-Bezirksversammlung in Priesendorf und natürlich auch an die einmal mehr gelungene Grieser Kerwa. Er versäumte nicht, die Gelegenheit wahrzunehmen, auch Robert Zillig und Benedikt Krüger Dank zu sagen. Die beiden Musiker sprangen während der Vakanz auf dem Dirigentenposten ein.
"Das Konzept des Vereins mit Bläserklassen, Schülerorchester und Hauptorchester hat sich bewährt", so Dierauf, der ferner betonte, dass die Fusion vor nunmehr fünf Jahren "der absolut richtige Schritt" gewesen sei.
Auch auf anstehende Projekte und Veranstaltungen ging Dierauf ein. So soll noch heuer endlich eine einheitliche Tracht für die aktiven Musiker angeschafft werden. Im Hinblick auf das 2018 anstehende 50. Jubiläum der Wiedergründung des Musikvereins sei das bereits geplante Wertungsspiel nun terminiert auf den 17. und 18. März des kommenden Jahres. Bereits vorgesehen sind ferner Auftritte von "Häisd'n däisd" sowie des Polizeiorchesters Bayern.
Dierauf richtete auch einen Appell an die Marktgemeinde Ebensfeld: Ein eigenes Musikzimmer im Schulgebäude für die Musikvereinigung wäre schön. Diesen Wunsch gebe sie gerner weiter, meinte Dritte Bürgermeisterin Gabriele Böhmer. Böhmer würdigte den Stellenwert der Musikvereinigung.


120 Kinder in der Ausbildung

Ein insgesamt positives Resümee zog im Bereich Nachwuchsarbeit Benedikt Krüger in seinem Bericht. Die Bläserklassen fänden weiter guten Zuspruch, heuer werde zudem auch wieder ein Blockflötenkurs angeboten. Die musikalische Früherziehung umfasst bei derzeit 60 teilnehmenden Kindern weiterhin vier Kurse. Mit über 120 Kindern in der Ausbildung sei man im Bereich musikalischer Nachwuchs "auf einem guten Weg", so Krüger. Er thematisierte allerdings auch den oft zu frühen Wechsel vom Schüler- ins Hauptorchester mit der Gefahr der Überforderung. Hier soll der Übergang künftig strikter gehandhabt werden.
Außerdem warb der zweite Vorsitzende für das Ablegen der Leistungsprüfungen. Hier wünsche er sich ein noch stärkeres Engagement. Die Leistungsabzeichen seien wertvoll für das persönliche Vorankommen der jungen Musiker als auch für die Qualität des Orchesters.
Vor Leidenschaft gerade sprühte in der Generalversammlung der neue Dirigent von Blasorchester und Schülerorchester, Reinhold Stärk. "Ich fühle mich hier sehr wohl, ihr habt es mir leicht gemacht", schickte er gut gelaunt voran. Im Schülerorchester sei es wichtig, dass die schon erfahreneren Jugendlichen ihre musikalischen Kenntnisse an die Neulinge weitergeben. Die musikalische Mischung von Klassik bis Tanzmusik liege ihm am Herzen.


Gesunder Altersmix

Von einem gesunden Altersmix gekennzeichnet sei Stärk zufolge das 45 Aktive zählende Blasorchester. Allerdings wünschte sich der Dirigent auch eine noch bessere Beteiligung an den Proben.
"Das wird eine kurzweilige Geschichte", blickte er mit Vorfreude voraus auf den "Böhmischen Abend" am 22. April im Greßano-Saal. Im Hinblick hierauf sowie des Wertungsspiels von Schülerorchester und Blasorchester am 21. Mai bat er schon jetzt um Verständnis für ein, zwei zusätzliche Proben.
Anschließend wurden im Pfarrheim noch verdiente Mitglieder geehrt. Seit 25 Jahren dem Verein die Treue halten Rosemarie Swieca, Christian Schilder, Jobst Gehringer, Bernd Hirschlein und Michael Lieb, seit 40 Jahren Robert Spindler, Herbert Lieb und Thomas Zahner. Anerkennung für aktive Musikertätigkeit zuteil wurde Jonas Weidner (10 Jahre), Christine Merklein (20 Jahre) sowie für 50 Jahre Peter Gerking. Letztgenannter bekam die Ehrennadel in Gold überreicht. "Wir haben dir sehr viel zu verdanken", unterstrich Vorsitzender Dierauf die Verdienste Gerkings und lobte den gelernten Musiker, der auch das Vororchester der Musikvereinigung leitete, für seine "Engelsgeduld". Die Jugendlichen, die das Leistungsabzeichen D1 Bronze (Elisa Herbst, Jakob Zillig und Marie Hagel) beziehungsweise D2 Silber (Tim Endres und Anne Oeckler) erfolgreich ablegten, werden hierfür noch gesondert geehrt.
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