Bayreuth

Furioses Schlussdrittel bringt Tigers den Sieg

Bayreuth — Eishockey-Oberligist EHC Bayreuth, der nach dem Abgang von Becker auch noch auf Torjäger Geigenmüller und Verteidiger Wolsch verzichten musste, wollte dem renommierten E...
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Markus Marsall (l.) zeigte eine gute Leistung.  Foto: Peter Mularczyk
Markus Marsall (l.) zeigte eine gute Leistung. Foto: Peter Mularczyk
Bayreuth — Eishockey-Oberligist EHC Bayreuth, der nach dem Abgang von Becker auch noch auf Torjäger Geigenmüller und Verteidiger Wolsch verzichten musste, wollte dem renommierten EV Landshut offensiv begegnen - und hatte auch gleich einige gute Aktionen. Doch die waren im Abschluss nicht genau genug, und nebenbei übersah man nach nicht einmal zwei Minuten Jarret. Der bedankte sich und brachte den EVL mit 1:0 in Führung.
Dieser Rückschlag traf den EHC kurzzeitig bis ins Mark, und man musste sich erst einmal wieder sortieren. Das dauerte etwas und in dieser Zeit hatten die Gäste auch mehr Spielanteile. Peleikis Faustkampf mit Eberhardt war dann vielleicht schon ein kleines Ausrufezeichen zum Aufbruch. Aus der Abwehr heraus starteten die Einheimischen nun vermehrt Angriffe, doch Zählbares sprang dabei trotz einiger guter Möglichkeiten noch nicht heraus.
Im Mittelabschnitt neutralisierten sich die beiden Teams dann eine zeitlang, wobei die Hausherren etwas den Faden verloren. Mehrere Unzulänglichkeiten in der Abwehr bestraften die Niederbayern mit zwei weiteren Treffern durch Kuhn und Endraß zur da nicht unverdienten 0:3-Führung.
Der Überzahltreffer durch Bartosch ließ wieder Hoffnung aufkeimen. Schon in dieser Phase hatte man den Eindruck, dass der EVL im trügerischen Gefühl des sicheren Sieges die Zügel etwas schleifen ließ - und das geht, besonders am roten Main, häufig schief: Die Festspielstädter ließen sich nicht unterkriegen, erspielten sich wieder Vorteile und Torchancen, denen wie so oft in dieser Spielzeit aber noch die letzte Präzision fehlte.
Die Bayreuther stemmten sich weiter gegen die drohende Heimniederlage. Tigers-Coach Waßmiller stellte dann auf fünf rotierende Verteidiger um, was in der Defensive mehr Sicherheit brachte. Etwas Passivität und unnötige Strafen der Landshuter taten ihr Übriges, und das 2:3 von Busch, begünstigt durch einen Torwartfehler, ließ das Feuer beim EHC nochmals richtig auflodern.
Als Kolozvary der Ausgleich gelang, brodelte der Tigerkäfig. EVL-Coach Krinner nahm nun eine Auszeit, um seine Truppe neu zu organisieren, doch das blieb ohne Wirkung. Eine weitere Strafe nutzten die Hausherren durch Kolozvary 18 Sekunden vor Ende zum 4:3. Kolupaylo sorgte mit seinem Treffer zum 5:3 ins leere Tor für den Schlusspunkt. Durchgehend läuferische Vorteile, glänzende Kondition und nie erlahmender Wille, das Spiel doch noch zu drehen, waren die entscheidenden Faktoren, die den großen EVL am Ende in die Knie zwangen. bis

EHC Bayreuth -
EV Landshut 5:3 (0:1, 1:2, 4:0)
Bayreuth: Bädermann, Hartung - Peleikis (16), Stettmer, Sevo, Kasten, P. Franz, Potac (2), Mayer - Marsall, Pavlu, Kolupaylo, Busch, Kolozvary, Thielsch, Bartosch, M. Kuhn, Reiter, Feuerpfeil
Landshut: Engelbrecht, Kristian - Draxinger, Hammer, Geipel, Pozivil (2), J. Kuhn, Baumgartner - Thornton, Hofbauer, Jarret, Sedlar, Michl (6), J. Franz, Endraß (2), Kronawitter, P. Abstreiter, Forster, Eberhardt (14)
Zuschauer: 1668. - Strafen: BT: 18/L: 24 - Powerplay: BT: 3/5/L: 0/2
Tore: 0:1 (2) Jarret (Endraß, Thornton); 0:2 (27) J. Kuhn (Jarret, Eberhardt); 0:3 (28) Endraß (Hammer, Thornton); 1:3 (33) 5-4 Bartosch (Kasten, Kolozvary); 2:3 (52) 5-4 Busch (Sevo, Reiter); 3:3 (56) Kolozvary (Bartosch, Kolupaylo); 4:3 (60) 5-4 Kolozvary (Kasten, Potac); 5:3 (60) 5-6 Kolupaylo (Kolozvary)

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