Wiesenttal

Für die Fußball-WM Tamburine gebastelt und verkauft

von unserer Mitarbeiterin Petra Malbrich Wiesenttal — Die Hilfsprojekte des Vereins Schif kommen meist durch persönliche Kontakte zustande. Auch in Griechenland sind Schif-Leute vo...
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Ralf Aumann bei einem seiner Besuche in Afrika Fotos: privat
Ralf Aumann bei einem seiner Besuche in Afrika Fotos: privat
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von unserer Mitarbeiterin Petra Malbrich

Wiesenttal — Die Hilfsprojekte des Vereins Schif kommen meist durch persönliche Kontakte zustande. Auch in Griechenland sind Schif-Leute vor Ort. Finanzkrise und Überschuldung haben dazu geführt, dass der Mittelstand wegbricht, zudem ist das Land ein Anker für viele Flüchtlinge aus Syrien.
Gerade in Nordgriechenland herrscht eine hohe Arbeits- und Hoffnungslosigkeit, weiß Ralf Aumann. Das Vertrauen in die eigenen Politiker sei weg, in den Medien würden Antipathien gefördert, gerade gegen Deutschland.

Über 1000 Pakete geschnürt

Schon über 1000 Pakete zum Leben wurden im Landkreis Forchheim gepackt. "Öl, Reis, Nudeln, die Grundnahrungsmittel fehlen. Ein Supermarkt in Eggolsheim spendete eine Palette Spielwaren", erzählt Aumann.
Die Spielwaren wurden in einem Kinderheim verteilt. Eine Firma spendierte 18 Kilogramm Stifte und Schulmaterialien, die die Mitglieder gerne weitergeben.
Alle Schif-Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, die Spenden werden zu 100 Prozent weitergegeben. "Alle Projektleute sind uns persönlich bekannt, ob in Togo oder in Ghana", informiert der Vorsitzende. Alleine drei Mal im vergangenen Jahr war Aumann selbst in Togo. Vor Ort erfahren die Mitglieder dann von anderen Fällen, wo diese Entwicklungshilfe dringend notwendig wäre. Schif schafft Arbeitsplätze, gründet Schulen und unterstützt in der Betreuung.

Schule gegründet

So konnte beispielsweise eine Schule auf dem Land gegründet werden. Zwar gibt es kostenlose öffentliche Schulen, "doch nach neun Jahren verlassen viele junge Leute die Schule, ohne Lesen und Schreiben zu können", sagt Aumann.
Gründe dafür gebe es mehrere: Lehrer, die nicht ausgebildet oder schlichtweg überfordert sind, verschiedene Altersklassen miteinander zu unterrichten. Private Schulen aber seien sehr teuer. Hier kann Schif ansetzen. Der Schulleiter und Erwachsene fertigten beispielsweise per Hand Tamburins an, die zur WM 2014 auch in Deutschland verkauft wurden. Mit diesem Erlös oder den Einnahmen durch Gartenarbeit wird die Schule finanziert.
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