Kronach

Fünf Sessionen sind genug: Panzer tritt nicht erneut an

Witze sind sein Metier: Wenn Martin Panzer auf der Faschings-Bühne steht, dauert es meist nicht lange, ehe das Publikum in schallendes Gelächter ausbricht. ...
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Martin Panzer
Martin Panzer
Witze sind sein Metier: Wenn Martin Panzer auf der Faschings-Bühne steht, dauert es meist nicht lange, ehe das Publikum in schallendes Gelächter ausbricht. Seit fünf Jahren steht er als Sitzungspräsident an der Spitze der Kronacher "Fousanaochter". Die vergangene Session wird allerdings seine letzte in dieser Funktion gewesen sein. Denn erneut kandidieren möchte der 43-Jährige nicht - kein Scherz. "Ich hatte mir von Anfang an fünf Sessionen als eine Art innere Vorgabe gegeben", sagt Panzer.
Gerade während der jecken Zeit habe ihm die Aufgabe großen Spaß gemacht. Nach Aschermittwoch sei ihm dann aber doch aufgefallen, wie viel Zeit er tatsächlich investierte. "Man war bei jedem Einmarsch dabei, musste aufpassen, dass man nicht aus versehen zweimal das Gleiche sagt. Es war schon anstrengend", gibt er zu. Doch es habe noch weitere Gründe gegeben, nicht erneut zur Wahl als Sitzungspräsident anzutreten: In seinem Job als Kommandant der Kronacher Feuerwehr steht mit dem Bau des neuen Gerätehauses heuer ein Großprojekt an. Zudem plant er, sich beruflich zu verändern.
Gleiches gilt für sein Leben in der Faschingszeit. "Da möchte ich wieder als Büttenredner auftreten, was mir ohnehin besser liegt", sagt Panzer. Als Sitzungspräsident habe er für diese Leidenschaft zu wenig Zeit gehabt. Missen möchte er die vergangenen fünf Jahre keinesfalls: "Die Zeit hat mich geprägt. Ich habe viele nette Leute kennen gelernt." Vermissen werde er auch die Besuche in Kindergärten und Altenheimen gegen Ende einer Session.
Über seine Nachfolge soll auf der Sitzung am 10. April entschieden werden, doch ein Kandidat ist noch nicht gefunden. "Den zu finden, ist jetzt Aufgabe des Präsidiums", so Panzer, der nicht der Einzige ist, der seinen Posten aufgeben wird. Nach zehn Jahren als Kanzler hängt auch Georg Löffler seine Narrenkappe an den Nagel. ham


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