Dörfles-Esbach

Frust wegen der Stromtrassen

Dörfles-Esbach — Die Bürgerversammlung im Rathaussaal nutzten zahlreiche Einwohner, um ihre Sorgen loszuwerden. Dabei ging es nicht nur um die Stromleitungen, die Dörfles in die Za...
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Mario Bauer
Mario Bauer
Dörfles-Esbach — Die Bürgerversammlung im Rathaussaal nutzten zahlreiche Einwohner, um ihre Sorgen loszuwerden. Dabei ging es nicht nur um die Stromleitungen, die Dörfles in die Zange nehmen werden.
Mario Bauer sprach das zunehmende Verkehrsaufkommen, insbesondere in der Lauterer Straße Richtung Verbrauchermärkte auf der Lauterer Höhe an. Er befürchtet einen zusätzlichen Verkehrsstrom, wenn der Media-Markt demnächst öffnet, und schlug vor, an der Kreuzung Passchendaele-/Rückert-/Lautertaler Straße einen Kreisel zu bauen. Das fand Bürgermeister Udo Döhler (UBV) gar nicht so schlecht.
Bauer forderte erneut eine Beleuchtung in der Lauterer Straße. Dem konnte sich der Bürgermeister nur anschließen, wies jedoch darauf hin, dass dafür die Stadt Coburg zuständig sei. "Die Stadt ist einfach nicht dazu zu bewegen, wir fallen ihr jedoch weiterhin auf die Nerven", sagte Döhler.
Hans-Detlef Bürger hätte gerne eine Fußgängerampel am östlichen Ortsende der Gemeinde Richtung Netto-Markt. Hier sei der Landkreis gefordert, da es eine Kreisstraße sei, klärte Döhler auf, sagte aber zu, sich der Sache anzunehmen.
Dass der Kelch weiterer Stromleitungen durch das Nadelöhr Dörfles-Oeslau an der Gemeinde vorübergehen solle, wünscht sich Udo Döhler. Er rief dazu auf, nicht nur an der Demonstration am Sonntag teilzunehmen, sondern auch bis zum 13. Dezember Einwendungen gegen den Entwurf des Netzentwicklungsplanes geltend zu machen. Die Gemeinde stelle entsprechende Vordrucke zur Verfügung. Döhler zeigte den Gemeindebürgern, dass er ziemlich sauer sei, und meinte: "Kein Mensch, nicht mal die Politik, ist bereit, uns darüber Auskunft zu geben." Zynisch fügte er hinzu: "Jetzt fehlt uns nur noch der einmal ins Auge gefasste Kanal von der Werra zum Main."
Döhler berichtete auch vom sonstigen Gemeindegeschehen. Er bedauerte, dass ein Regionalvermarktermarkt derzeit nicht zu Stande komme, obwohl drei Betreiber in den Startlöchern stünden. Der Eigentümer des alten Netto-Marktes habe es sich plötzlich anders überlegt. Er vermiete nicht mehr, sondern habe verkauft, sodass dort ein weiterer Fahrradladen entstehen kann. "Wir entwickeln uns zum Fahrradkompetenzzentrum Nordbayerns", war Döhlers launiger Kommentar. Der Bürgermeister nahm die Gelegenheit wahr und dankte der Feuerwehr für ihre ehrenamtliche Leistung. Aus der Statistik berichtete er, dass die Einwohnerzahl von 4088 im Jahr 2006 auf 3889 gesunken sei. Heuer habe es bislang 23 Geburten und 35 Sterbefälle gegeben. dav



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