Frohnlach

Frohnlach blitzt ab

In Haibach gelang dem VfL nur ein Treffer durch Autsch bei der klaren 1:4-Niederlage.
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Wolfgang Schwarzkopf

Es ist geschafft, der erste Saisonsieg der Haibacher Alemannia in der Fußball-Bayernliga Nord ist in trockenen Tüchern. Das Aufatmen der Spieler und der Verantwortlichen war unübersehbar. Jetzt soll eine positive Serie folgen.
Das einzige Manko an diesem Freudentag gegen den VfL Frohnlach: Vor nur 150 Zuschauern, darunter der Ex-Goalgetter Marco Trapp, vergaben die Grün-Weißen Chancen am Fließband. Ein zweistelliger Triumph lag durchaus im Bereich des Möglichen.
VfL-Schlussmann Edemodu - er war der einzige Bayernliga taugliche Akteur bei den Oberfranken - machte zudem mit tollen Paraden weitere gute Möglichkeiten der Gastgeber zunichte.
Die in der Vergangenheit leidgeprüften Spieler und Trainer Klaus Hildenbeutel - ohne den krankheitsgeschwächten Arwed Kellner - ließen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen: Sie wollten sich gegen die schwachen Frohnlacher den ganzen Frust von der Seele spielen. Und es fing auch verheißungsvoll an: Niklas Kallina schüttelte mit einer geschickten Körpertäuschung den Gegner ab und erzielte seinen ersten Treffer für die Männer vom Hohen Kreuz.
Aber Hildenbeutel wollte mehr: "Wir dürfen nicht nachlassen!" Kallina kam dem Wunsch des Coachs zehn Minuten später nach, es war eine getreue Kopie des Führungstreffers. Als Christian Breunig einen Abpraller zum 3:0 verwertete, war die Messe schon fast gelesen. Dieses Ergebnis schmeichelte dem Gast. Slava Bauer auf der linken und Ephraim Uworuya auf der rechten Seite gaben die Abwehr der Oberfranken immer wieder Rätsel auf.
Frohnlach entpuppte sich als ein Gegner, der in dieser Verfassung viel Mühe mit dem Klassenerhalt haben wird. Nach der schwungvollen ersten halben Stunde schalteten die Haibacher einen Gang zurück. In der 35. Minute schloss Schubert bei der ersten guten Gelegenheit für den VfL zu eigensinnig einen Alleingang ab. Wenig später war ein zu schwacher Schuss von Alles kein Problem für Stadtmüller.
Im zweiten Abschnitt veranstalteten Breunig und seine Kameraden ein richtiges Scheibenschießen im Zwei-Minuten-Takt: Breunig schießt vorbei, Bauer scheitert am Torwart, Uworuya zielt vorbei, Kallina hat mit einem Heber kein Glück, Alleingang Heßler, der Torwart hält aus kurzer Entfernung.
Mitten in diese Drangperiode platzte der Anschlusstreffer für die Frohnlacher. Jetzt schöpfte der VfL Hoffnung, wurde etwas mutiger, aber vor dem Haibacher Gehäuse meist harmlos.
Bis zum Schluss der fairen Partie beherrschten die Platzherren das Geschehen. Breunig, Heßler und Franz verzweifelten schier an Edemodu oder versuchten es zu unplatziert, ehe Franz für den Endstand sorgte.


Trainerstimmen

Klaus Hildenbeutel (Haibach): "Unser Sieg ist hochverdient. Wir haben 30 Minuten überragend gespielt. Da war bei uns alles in Bewegung. Niklas Kallina gönne ich die beiden Tore."
Co-Trainer Christian Tremel (Frohnlach): "Es war ein verdienter Sieg für Haibach. Wir hatten uns so viel vorgenommen, in der ersten Hälfte aber kein Mittel gefunden, die Alemannen zu bremsen. Unser Torhüter hat ein Debakel verhindert."
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