Nordhalben
Kultur 

Frieden im (Theater-) Wirtshaus

Mit einem neuen Stück zum Nordwald Spektakulum warten erstmals gemeinsam Rudolf Ruf, die "Historischen von Nordhalben" und die Kerwa-Gesellschaft auf.
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Es geht rund zwischen Alt und Jung beim Nordhalbener Theaterstück "Allerhand Frieden im Wirtshaus". Mit dabei sind (von links) Ingrid Neugebauer, Susanne Erdmann, Markus Jaksch und Tina Simon.  Foto: N. Neugebauer
Es geht rund zwischen Alt und Jung beim Nordhalbener Theaterstück "Allerhand Frieden im Wirtshaus". Mit dabei sind (von links) Ingrid Neugebauer, Susanne Erdmann, Markus Jaksch und Tina Simon. Foto: N. Neugebauer
"Allerhand Frieden im Wirtshaus" - die fiktive Handlung spielt im Jahr 1650, zwei Jahre nach Kriegsende in einer Taverne. Nordhalben kehrt wieder zum normalen Leben zurück. Samt seiner Jugend, die sich bei ihrer resoluten Wirtin am Stammtisch trifft. Als eines Tags ein paar ältere Fremde auftauchen und Kriegswitwen einkehren, kommt ein Dialog zwischen den wenig respektvollen "Gunga" mit ihren lockeren "Goschn" und den "Aldn" in Gang.
Die Jugend hört zu, lässt sich den inzwischen eigens gebrannten Nordhalbener Friedensstifter-Schnaps schmecken, der seine Wirkung nicht verfehlt und zieht daraus ihre eigenen Schlüsse. Doch es sind noch andere Figuren am Werk, zwei flotte Schöne haben es auf die Gäste abgesehen.
"Ohne Vergangenheit keine Zukunft" - so könnte der zentrale Gedanke lauten und so bringt es der Autor und Regisseur Rudolf Ruf auf den Nenner. Nach einigen Wirrungen, viel Lokalkolorit und Anspielungen auf das aktuelle Geschehen wird der Karren der Geschichte weitergezogen. "Die Jugend erlebt, versteht und verspricht, das historische Vermächtnis weiter zu tragen", erklärt der Verfasser seine Idee hinter der Geschichte.
Die Besucher erwartet eine doppelte Uraufführung. Erstmals findet das Theaterspiel in einer originalen Umgebung statt: im Innenhof des Goldenen Löwen, dem ehemals ältesten Gasthaus Nordhalbens.
Rudolf Ruf hat diesen hinter einem dicken Holztor verborgenen alten Wirtshof zunächst für seine Proben entdeckt. Bis vor wenigen Jahren diente er seinem Eigentümer Frank Zimmermann mit den Scheunen als Depot für Brennstoffe. Er hat ihn aufgeräumt und stellt das Areal nun für diesen Anlass zur Verfügung. Am Freitagabend um 20 Uhr findet eine offene Generalprobe des neuen Stückes am Probenort statt, die offizielle Uraufführung folgt am Sonntag um 15 Uhr beim Nordwald Spektakulum auf dem Festgelände von Avalon Nord.
Beides hat seinen eigenen Reiz. Die Generalprobe mit intimen Hinterhofcharme und die Premiere auf der neuen Bühne des Avalon-Nord-Geländes. Beim Spektakulum mit seinem bunten Volk herrscht Marktplatz-Atmosphäre. Eine Kurzform des historischen Friedens anno 1635 gibt es am Samstag beim Spektakulum. Dazu werden Delegationen aus dem Reußenland, aus Kronach und Nordhalben gegen 16 Uhr auf dem Festplatz einziehen und gegen 17 Uhr den Friedensschluss nachvollziehen. nn
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