Coburg

Freude am "Schießen in Reinkultur"

Beim zum siebten Mal durchgeführten Wehrmanngewehr-Schießen auf der Schießanlage der SG Coburg im Weichengereuth sind bei hervorragender Beteiligung erwartu...
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Die Aufnahme zeigt die Sieger und Platzierten des Wehrmanngewehr-Schießens nach der Siegerehrung  Foto: privat
Die Aufnahme zeigt die Sieger und Platzierten des Wehrmanngewehr-Schießens nach der Siegerehrung Foto: privat
Beim zum siebten Mal durchgeführten Wehrmanngewehr-Schießen auf der Schießanlage der SG Coburg im Weichengereuth sind bei hervorragender Beteiligung erwartungsgemäß hohe Ergebnisse erzielt worden. Wehrmanngewehre sind vor allem zwischen den Weltkriegen hergestellte Trainingswaffen, die nach damaliger Definition die "Wehrertüchtigung des Volkes" gewährleisten sollten. Sie wurden im Kaliber 8,15x46R überwiegend aus ehemaligen kaiserlichen Militärgewehren umgebaut, im Kaliber 5,56 erfolgte die Fertigung meist nach 1933 für Partei- und Wehrmachtsorganisationen.
Heutzutage erfreut sich das Schießen mit diesen Waffen stark zunehmender Beliebtheit, da über offene Visierungen gezielt und mit rauen Militärabzügen der Schuss ausgelöst wird. Gefordert ist Schießsport ohne weitere Hilfsmittel, sozusagen das "Schießen in Reinkultur", wie es in einer Pressemitteilung heißt.
In der Klasse 8,15 wurde auf eine 100 Meter entfernte Militärscheibe in den Positionen liegend/knieend/stehend jeweils fünf Schuss abgegeben, in der KK-Wertung wurde auf 50 Meter Entfernung auf maßstäblich verkleinerte Zieldarstellungen geschossen. Insgesamt beteiligten sich 40 Starter in den beiden Wettkampfklassen. In der Wertung 5,56 belegte Harald Weyrich aus Mellrichstadt wie schon letztes Jahr mit 149 Ringen Platz eins. Ihm gelang das Kunststück nur in dem Stehendteil, sich eine "9" zu leisten. Auf Platz zwei rangierte Arpad von Schalscha-Ehrenfeld mit 146 Ringen, Platz drei belegte Helmut Stubenrauch mit gleichem Ergebnis, aber einem ungünstigeren Stechresultat. Platz vier errang Manfred Müller von den Ascher Vogelschützen, Platz fünf belegte Lars Müller aus Scheuerfeld.
In der 8,15er-Wertung siegte Peter Vogl vom ESV Nürnberg mit 143 Ringen, der nach Stechen gegen Hartwig Judas von der PSG Wunsiedel im Vorteil war. Auf Platz drei landete Harald Weyrich mit 140 Ringen. In der Mannschaftswertung siegte die PSG Wunsiedel mit 418 Ringen, knapp dahinter die SG Coburg mit 414 Ringen und dicht gefolgt die Ascher Vogelschützen mit 412 Ringen. red
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