Bad Staffelstein

Freie Wähler wollen sinnvolle Nachnutzung

Lichtenfels — Zur jüngsten Sitzung der Freien Wähler begrüßte Kreisvorsitzender Klaus Kasper, Bad Staffelstein, alle Mitglieder des FW-Kreisverbands sowie der Kreistagsfraktion in ...
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Lichtenfels — Zur jüngsten Sitzung der Freien Wähler begrüßte Kreisvorsitzender Klaus Kasper, Bad Staffelstein, alle Mitglieder des FW-Kreisverbands sowie der Kreistagsfraktion in der Gaststätte "Wallachei" in Lichtenfels. Nach dem eher mäßigen Abschneiden bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2014 müsse es in der Zukunft oberstes Ziel der Freien Wähler sein, den Zuspruch und das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen, sagte Kasper einer Pressemitteilung zufolge.
Nach Ansicht Kaspers müsse man vor allem das Profil der Freien Wähler im Landkreis deutlich schärfen, damit die Bürgerinnen und Bürger genau wüssten, wofür die Freien Wähler stehen. Kasper: "Deshalb wird es wichtig sein, wieder vermehrt wesentliche Sachthemen in den Vordergrund zu stellen."
In diesem Zusammenhang beleuchtete der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Heinz Petterich, Burgkunstadt, die Tagesordnung der Kreistagssitzung am 3. November. Die Nachnutzung des jetzigen Klinikums in Lichtenfels wird die Sachdiskussion der nächsten Jahre stark beeinflussen. Welche Möglichkeiten dabei für den Landkreis bestehen, wird zurzeit durch einen externen Fachmann untersucht. Die Kreisräte Winfried Ernst und Hans Bramann, Bad Staffelstein, wiesen darauf hin, dass eine sinnvolle Nachnutzung zwingend erforderlich sei, da ein Abriss nicht nachvollzogen werden könne. An dieser Haltung wolle man auch festhalten.
Die Stadträte Stefan Hofmann und Sebastian Herter, Lichtenfels, befürworten, die Stadt Lichtenfels bei der Suche einer Nachnutzung des Klinikums einzubinden, denn nur gemeinsam könne ein sinnvolles Ergebnis gefunden werden. Dabei sei dem Kreisvorstand auch klar, dass eine Beurteilung der Bausubstanz durch Fachleute erfolgen müsse.

Gemeinsamer Kalender

Einhellig begrüßt wurde die Absicht der Landkreisverwaltung, einen gemeinsamen Veranstaltungskalender für die elf Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises Lichtenfels zu erstellen, in dem die wesentlichen Veranstaltungen zu finden sind.

Probleme werden kommen

Die kommende Vollsperrung der Bahnstrecke Lichtenfels-Bamberg und der Bundesautobahn, verursacht durch die ICE-Bauarbeiten, waren auch ein Thema der Versammlung. Die Freien Wähler befürchten erhebliche Verkehrsprobleme und eine zusätzliche enorme Belastung für die betroffenen Gemeinden. Hier müssten sich die Verantwortlichen nach Ansicht der Freien Wähler rechtzeitig Alternativen einfallen lassen.
Gesprochen wurde auch über die Hauptversammlung zu Beginn des neuen Jahres. In dieser soll das kürzlich verabschiedete Grundsatzpapier der Freien Wähler des Landkreises Lichtenfels vorgestellt werden. Kreisvorsitzender Klaus Kasper machte auch deutlich, dass die anstehenden Neuwahlen mit Blick auf die Kommunalwahlen 2020 erfolgen müssten. Schließlich solle eine Verjüngung des Kreisvorstands erreicht werden.
Zweiter Bürgermeister und Kreisrat Georg Deuerling, Altenkunstadt, berichtete von der Landesdelegiertenversammlung in Roth bei Nürnberg. Hubert Aiwanger wurde dort in seinem Amt als Landesvorsitzender mit großer Mehrheit bestätigt.
Deuerling sprach des Weiteren auch die Themenbereiche an, die Aiwanger in seiner Grundsatzrede anschnitt. Zentrale Aufgabe der Freien Wähler sind demnach der Kampf gegen die Stromtrassen, die Wahlfreiheit zwischen acht- und neunstufigem Gymnasium sowie die dezentrale Energieversorgung.
Von besonderer Bedeutung ist den Freien Wähler auch der Kampf gegen das geplante transatlantische Handelsabkommen TTIP. Es gehe zu Lasten der Bürger und Kommunen. red



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