Küps

Freie Wähler: Küpser Belange wurden bisher leider kaum erwähnt

Küps — Das Monatstreffen der Freien Wähler im Februar stand ganz im Zeichen der während der letzten Wochen geführten Debatte über die Anbindung des Landkreises Kronach an das Autob...
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Küps — Das Monatstreffen der Freien Wähler im Februar stand ganz im Zeichen der während der letzten Wochen geführten Debatte über die Anbindung des Landkreises Kronach an das Autobahnnetz. Dabei seien jedoch die Küpser Belange leider kaum erwähnt worden. Die Versammlung war sich einig, dass unsere Region, vor allem die Wirtschaft, auf gute, schnelle Anbindungen dringend angewiesen ist, dass man jedoch ebenso versuchen müsse, die Belange der Menschen und der Natur damit in Einklang zu bringen.
Vom geplanten Ausbau der B 173 und dem Bau der Lerchenhoftrasse, der B 303 (neu), verspreche sich der gesamte Landkreis Kronach Vorteile, aber allein die Marktgemeinde Küps sei direkt davon betroffen. Bei den Informationsveranstaltungen des Staatlichen Bauamtes zu diesem Projekt haben zahlreiche Küpser Bürger wesentliche und aus ihrer Sicht bisher ungeklärte Fragen angesprochen. Von all den Kommentatoren, die in letzter Zeit ihre Meinung kundgetan haben, sei bei diesen Veranstaltungen jedoch niemand anwesend gewesen, ebenso nicht bei den Versammlungen der Bürgerinitiativen aus Johannisthal und Au. Die zahlreichen Einwendungen, die der Marktgemeinderat Küps im Interesse der Gemeinde und ihrer Bürger einstimmig beschlossen habe, seien anscheinend unbekannt.Wenn auch jetzt zumindest die dringend geforderte Umweltverträglichkeitsstudie angeordnet wurde, seien keineswegs alle mit der Lerchenhoftrasse verbundenen Probleme gelöst.
In Johannisthal wehrt man sich entschieden. Man befürchtet zusätzliche Lärmbelastungen durch den dann gebündelten Verkehr der B 173 und der bisherigen Staatsstraße 2200 und durch das geplante Damm- und Brückenbauwerk, das auf einer Länge von ca. 300 m quer durch das Rodachtal über die neue vierstreifige B 173, über die bisherige 173, die Bahnstrecke München-Berlin und über die Ortsverbindungsstraße Tüschnitz-Johannisthal führen soll.
Die Ängste der Bürger in Au vor den Folgen der geplanten Flusslaufverlegung der Rodach und der Einengung des Überschwemmungsgebietes hätten bisher nicht beseitigt werden können.

"Schnelles Handeln wäre nötig"

Mit großer Wahrscheinlichkeit werde der Erlass des Planfeststellungsbescheides rechtliche Schritte und erhebliche weitere Verzögerungen nach sich ziehen. Zudem versuche das Staatliche Bauamt, die vom Küpser Gemeinderat als Umgehung abgelehnte Bahntrasse aus Kostengründen durchzusetzen und noch zusätzlich an die Lerchenhoftrasse anzuschließen. Aus diesen und anderen Gründen werde eine Realisierung der Baupläne keineswegs so schnell möglich sein, wie man mancherorts erwartet. Ein schnelles Handeln wäre aber notwendig. Fest stehe, dass sich die Verkehrsströme in den letzten Jahren verändert haben. Ein Teil des früheren Verkehrs auf der B 173 habe sich inzwischen auf die Staatsstraße 2200 und weitere B 303 verlagert. Im Grunde müssten alle bisherigen Planungen von Grund auf neu überdacht werden. Die FW Küps vertrete die Ansicht, dass ein dreispuriger Ausbau, die sogenannte 2+1-Lösung, sowohl für die B 303 als auch für die B 173 sinnvoller wäre. Der Landverbrauch würde deutlich minimiert und vor allem auch die Kosten. Anderswo funktionieren diese Lösungen ausgezeichnet. Sie machen den Verkehr flüssiger, schneller und sicherer. red





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