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Lichtenfels
Konzert 

Frankens Wohlaufrock

Bisher waren sie vornehmlich im Internet zu hören. Jetzt wagen Framby & Wörner in Lichtenfels den Sprung auf die Bühne im "Struwwelpeter". Die Band spielt Rock mit Überraschungseffekten.
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An den Wänden glänzen die Gitarren von der "Les Paul" bis zur "Telecaster", in den Regalen stapeln sich die CDs von Deep Purple bis Jimi Hendrix, und in den Händen hält Daniel Kohmann stolz die aktuelle Scheibe von "Framby & Wörner", die auf den Namen "Mockingbird" hört.
Wenn man die Umgebung auf sich wirken lässt, dann spürt man: Hier ist ein Musikliebhaber zu Hause! Einer, der seine Gäste augenzwinkernd auf Neudeutsch begrüßt: "Welcome to the house of music - Willkommen im Haus der Musik." Jochen Wörner heißt er. Gemeinsam mit seinem Freund Daniel bildet er das Lichtenfelser Rockduo "Framby & Wörner", das vor eineinhalb Jahren den Frankenlied-Wettbewerb auf Kloster Banz gewonnen hatte.
Am Mittwoch, 4. Mai, um 20.30 Uhr gibt die Gruppe ihr Live-Debüt im Jugend- und Kulturtreff "Struwwelpeter" in Kronach. "Wohlauf die Luft geht frisch und rein", grollte und donnerte es im rockigen Stil, umrahmt von einem eingängigen "La, La, La", damals durch die altehrwürdigen Mauern des Museums von Kloster Banz. Jetzt kann man die altbekannte Weise im neumodischen Kleid auch gemütlich zu Hause auf dem Sofa vor der heimischen Stereoanlage genießen: Gemeinsam mit 13 weiteren Songs befindet sie sich auf dem aktuellen Silberling der Musikgruppe.


Gänsehaut ist mit dabei

Bei ihrem bislang einzigen Auftritt in Kloster Banz hatten die Musiker, deren Lieder bislang nur in den Weiten des World Wide Web zu hören waren, weitere Konzerte nicht ausgeschlossen. Haben sie Blut geleckt? "Beim Gedanken an Live-Konzerte bekomme ich Gänsehaut", macht Kohmann aus seinem Herzen keine Mördergrube. So oder so beschlossen die beiden Musiker, ein Konzert im "Struwwelpeter" auf die Beine zu stellen, nicht alleine allerdings. Mit den Lichtenfelser Musikern Hans-Peter Krappmann (Gitarre) und seinem Sohn Daniel (Schlagzeug) sowie Dirk Pfadenhauser (Bass) hatte man die perfekten Mitstreiter für das Kurzkonzert auf Kloster Banz gefunden, die auch im "Struwwelpeter" dabei sein werden.
Bislang zwitscherte die Spottdrossel, wie der "Mockingbird" auf Deutsch heißt, seine kernigen und mitunter auch lieblichen Melodien über den Datenhighway bis in die entferntesten Winkel des Erdballs. "Super Rock and Roll", schwärmt Franco aus Bolivien kurz und bündig im Gästebuch des Duos.
Derweil philosophiert Kohmann in Oberfranken über die Bedeutung seiner mitunter recht tiefgründigen Texte. In der Einleitung zum Titelsong "Mockingbird" entfährt dem Sänger und Mundharmonikaspieler ein fränkischer, nicht ganz druckreifer Fluch über all die Spötter auf dieser Welt. Er zeigt all jenen, die des Englischen nicht ganz so mächtig sind, wohin die Reise in dem Lied geht. "Darin halte ich all jenen, die nur lästern oder andere der Lächerlichkeit preisgeben, einen Spiegel vor. Für mich sind das oberflächliche Menschen, die den Sinn ihres Lebens nicht gefunden haben."


Seegang und Frankenlied

Auf dem Album findet man neben jeder Menge geradliniger und eingängiger Rocksongs auch zwei handfeste musikalische Überraschungen: das Seemannslied "Pirates" und das eingangs erwähnte Frankenlied. Darauf angesprochen, ob Rock und Volksmusik zusammenpassen, meint Kohmann: "Das Frankenlied ist ursprünglich ein Marsch. Ob Rock oder Marsch - beides baut einen auf. Bei beiden Stilrichtungen kann man so richtig abgehen. Fetzige Rockgitarren und eine fröhliche Wandermelodie sind kombinierbar."
Das aktuelle Album "Mockingbird" von "Framby & Wörner" ist in allen gängigen Internetshops als Download erhältlich. Der physikalische Tonträger wiederum kann über das Kontaktformular auf der Homepage des Duos (www.framby-woerner.de) bestellt werden. Auch die ersten Alben "2012 Rock And Roll, Booze And More" (2013) und "Sweet Heroine" (2014) sind noch erhältlich.
Am Mittwoch, den 4. Mai, stellt die Gruppe im Jugend- und Kulturtreff "Struwwelpeter" in Kronach die Stücke ihrer aktuellen CD "Mockingbird" vor. Der Eintritt ist frei. Einlass ist um 20 Uhr. Beginn um 20.30 Uhr.

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