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Bamberg

Fränkische Schule feiert bayerisch

SAnierung  In Frensdorf wurde der Abschluss des zweiten Bauabschnitts der Schulsanierung mit einem Fest und bayerischen Tänzen begangen. In Kürze müssen die Schüler ausziehen, um für die weiteren Bauarbeiten Platz zu machen.
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Die 5. Klasse zeigte einen Bändertanz.  alle Fotos: Evi Seeger
Die 5. Klasse zeigte einen Bändertanz. alle Fotos: Evi Seeger
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von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Frensdorf — Zillertaler Hochzeitsmarsch, Bändertanz und Schuhplattl'n: Die Frensdorfer Schule war bei ihrem Sommerfest auf Bayerisches abgefahren. "Das musste einfach mal sein, wenn ich schon Bläser hier habe", sagte Rektorin Cordula Atzhorn.
Denn die Schule verfügt über eine eigene Bläserklasse, die unter der Leitung von Martin Lechner zum Programmende ihren Auftritt hatte. Den Buben und Mädchen bei ihren Tänzen zuzuschauen, war Freude pur. Ein Großteil hatte sich stilecht in Dirndl und Lederhose geworfen.
Zu feiern gab es neben dem Schulfest die Einweihung des zweiten Bauabschnitts der Schulsanierung. Die Pfarrer Wolfgang Schmidt und Andreas Steinbauer segneten die neuen Anlagen. Die Freude über die neue Aula und den Pausenhof, den Mehrzweckraum, vor allem aber über die neuen, lang ersehnten sanitären Anlagen sei groß, sagte die Rektorin.

Traumhaftes Ambiente

Sie sprach von einem "traumhaft schönen Ambiente", auch wenn es mit dem Pausenhof anfangs einige Probleme gab. Die Schüler hatten beim Springen von der Mauer ihren Mut erprobt. Für Atzhorn ein Zeichen, dass die Kinder Vertrauen in sich selbst haben. Die Rektorin sprach mit den Worten des WM-Spielers Mertesacker: "Was wollen Sie - wir haben gewonnen!" Einen neuen Platz für Bewegung und Spiele, einen zum Ausruhen, zum Hangeln, zum Stillsein, zum Sprechen und - durch die Boulderwand - sogar einen Platz zum Klettern.
Ein ansprechendes Umfeld sei für Schüler und Lehrkräfte ein wichtiger Beitrag für den Lernerfolg, betonte Frensdorfs Bürgermeister Jakobus Kötzner. Mit einer Summe von 1,5 Millionen sei es gelungen, ein architektonisch wie funktional überzeugendes Bauwerk zu schaffen. Den Architekten und Handwerkern galt sein Dank für die ansprechende Planung, die perfekte Bauleitung und die gute Umsetzung.
Im neuen Schuljahr müssen die Kinder ihre gewohnte Umgebung allerdings für ein ganzes Jahr verlassen. In dieser Zeit wird der dritte Bauabschnitt, die energetische und technische Sanierung der Klassenräume durchgeführt. Alle Schulklassen müssen dann in die Schulhäuser nach Herrnsdorf und Pettstadt umziehen.
An alle Eltern, die sich wegen des Zustands der Herrnsdorfer Schule Sorgen machen, richtete sich der Bürgermeister mit dem eindringlichen Appell, keine Panikmache zu betreiben: Alle Klassenzimmer in Herrnsdorf wären in Ordnung. Es gebe weder eine Asbestbelastung noch einen Schimmelbefall. Das hätten die durchgeführten Raumluftanalysen bestätigt.

Keinerlei Probleme

Auch der Kindergarten habe das Haus in Herrnsdorf ein Jahr lang genutzt. Es habe keinerlei Probleme gegeben. Gerne biete er den Eltern eine Besichtigung der Herrnsdorfer Schule an. Er stehe auch jederzeit für Gespräche zur Verfügung.
Wie Bürgermeister Kötzner gegenüber dem FT erklärte, gibt es bereits Unterschriftslisten von Eltern gegen den Umzug der Schulklassen nach Herrnsdorf .


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