Leutenbach

Fortschritt bei "Erleggerten"

Artikel drucken Artikel einbetten
Leutenbach — Der Leutenbacher Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung mit 11:0 Stimmen den Billigungs- und Auslegungsbeschluss für die Entwurfsplanung zum Bebauungsplan "Erleggerten" beschlossen. Der Plan kann damit jetzt in die Öffentlichkeits- und Behördertenbeteiligung gehen.
Vor dieser Entscheidung hatte der Gemeinderat mehr als zwei Stunden benötigt, mithilfe einer Mitarbeiterin des Bamberger Ingenieurbüros Höhnen & Partner die im Rahmen einer frühzeitigen Träger- und Behördenbeteiligung Einwände und Anregungen aus der Auslegung des Bebauungsplans "Erleggerten" zu behandeln und mit Beschlüssen zu versehen.


Sorgen beim BBV

Der Bayerische Bauernverbands (BBV) beispielsweise lehnte den Plan ab, weil er die Nutzung der Wege für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und überbreiten Erntemaschinen künftig nicht mehr als gesichert ansah.
Auch müsse dringend darauf geschaut werden, dass darüber hinaus die Bepflanzung der Grundstücke entlang der Wegetrassen und zur freien Feldflur hin für das Lichtraumprofil der großen Landmaschinen frei bleibt, wofür ein regelmäßiger Rückschnitt der Gewächse vorgenommen werden müsse. Des Weiteren erinnerte der Bund Naturschutz in Bayern daran, dass für das Vorhaben geeignete Ausgleichsflächen bereitzustellen seien, während in Übereinstimmung mit dem Bauamt beim Landratsamt die maximale Höhe für Einfriedungen und Zäune auf 1,50 Meter begrenzt werden sollen und sich auch die Auswirkungen der benachbarten Sportplätze, auf denen meist nur zweimal in der Woche ein Trainingsbetrieb stattfinde, in Grenzen halten dürften.


Ein Mischgebiet

Weiterhin wurde eine bereits angesiedelte Schreinerei als Altbestand im Mischgebiet auch in der neuen Planung als zum Mischgebiet gehörend festgesetzt, um bei einer späteren Erweiterung einmal keinerlei Probleme aus immissionsrechtlicher Sicht auftreten zu lassen.
Auch setzten die Leutenbacher Gemeinderäte fest, dass das Baugebiet im Trennsystem zu entwässern sei; dabei könnten die Anlieger auch eine Versickerung oder Rückhaltung des Oberflächenwassers zurückgreifen.
Zu guter Letzt noch machte Kreisbrandrat Oliver Flake zur Auflage, dass die Zufahrten in das neue Wohnbaugebiet mit Einsatzfahreugen mit einer Achslast von zehn Tonnen, einer Länge von zehn Metern und Breite von 2,50 Metern sowie einem Wendekreis von 18,50 Metern befahrbar sein müssen.
Am Ende nahm sich das Gremium den Vorschlägen der Rathausverwaltung an und beschloss, in den nächsten 15 Jahren sowohl ein Straßenbaukonzept für den Ortsteil Diestzhof als auch die Rosengasse in Leutenbach in die Praxis umzusetzen. fra-press

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren