Grub am Forst

Fleischer pflegen Kontakte

Ehrungen und die Pflege der Kameradschaft standen beim 128. Stiftungsfest des Fleischer-Vereins Coburg 1888 e.V. im Mittelpunkt, das musikalisch vom Duo Con...
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Vorsitzender Thomas Flurschütz (l.) und seine Führungsriege konnten beim 128. Stiftungsfest treue Mitglieder für 15- bis 65-jährige Vereinstreue auszeichnen. Foto: Alexandra Kemnitzer
Vorsitzender Thomas Flurschütz (l.) und seine Führungsriege konnten beim 128. Stiftungsfest treue Mitglieder für 15- bis 65-jährige Vereinstreue auszeichnen. Foto: Alexandra Kemnitzer
Ehrungen und die Pflege der Kameradschaft standen beim 128. Stiftungsfest des Fleischer-Vereins Coburg 1888 e.V. im Mittelpunkt, das musikalisch vom Duo Con Brio umrahmt wurde.
Vorsitzender Thomas Flurschütz hielt einen Prolog auf das Fleischerhandwerk. Trotz des Wandels der Welt müsse die deutsche Wurst sauber bleiben, "das sind wir unserem Berufsstand schuldig", betonte er. Heute dominieren Technik und Internet. Doch bei allem Fortschritt sei zu bedenken, was an Brauchtum aufgegeben werde, und was dadurch verloren gehe. Sinn und Zweck der Vereinsgründung waren Pflege der Kollegialität, Vertretungen innerhalb und außerhalb des Vereins, Geselligkeit, Freundschaft und der Zusammenhalt der Mitglieder. "Das ist bis heute so geblieben", freut sich der Vorsitzende.
Er erinnerte an Höhen und Tiefen des Vereins. So stand dieser 2000 zum dritten Mal kurz vor seiner Auflösung. Dank der Mithilfe der Fleischerinnung Coburg war es dem Vorsitzenden gelungen, die Auflösung rechtzeitig zu verhindern. Seither floriert wieder das Vereinsleben. Seit 2005 bestehen enge Freundschaften nach Wilhelmshaven, Braunschweig, Esslingen, Berlin, Amberg und Celle. "Bis heute arbeitet der Vorstand gut zusammen", ist sein Resümee.
Dass die Mitglieder die Angebote gern nutzen, zeigt sich unter anderem in der Entwicklung der Tagesfahrten. In den letzten zehn Jahren haben sie sich verdreifacht. "Das ist unserem Vorstand zu verdanken", lobte Thomas Flurschütz seine Führungsriege.
Mit der Führungsriege nahm der Vorsitzende die Ehrungen vor. Zum Ehrenmitglied wurde Enka Heinisch ernannt, die seit 15 Jahren im Verein ist. Für 45-jährige Mitgliedschaft erhielten Ulrich Hübner und Ottomar Wüst die goldene Ehrennadel.
Die Ehrung für 50 Jahre nahmen Bernt Rose, Siegfried Eckardt und Karl-Heinz Kaiser in Empfang. Vor 55 Jahren trat Horst Jorde ein und vor 60 Jahren Heinrich Heinlein. Er ist mit 85 Jahren das älteste Mitglied.
Für 65 Jahre Mitgliedschaft wurde Otfried Herzog geehrt. Er kann sich unter anderem über einen Gutschein für lebenslange Teilnahme an der traditionellen Bratwursttour freuen.
"Einem Verein so lange die Treue zu halten, ist schon etwas ganz Besonderes", zollte ihm der Vorsitzende Angerkennung. Der Geehrte zählt außerdem zu den treuesten Veranstaltungs- und Versammlungsbesuchern und trägt mit seinen Anekdoten stets zur Heiterkeit bei. Diese Anekdoten gab er auch beim Stiftungsfest zum Besten und erinnerte an seinen Eintritt: "Damals hatten wir viel zu tun, denn die Bevölkerung in Coburg wuchs durch die Flüchtlinge und durch die Heimatvertriebenen von 30 000 auf 50 000 an."
Heute schätzt der Jubilar insbesondere die Kameradschaft im Verein und nutzt gern die Angebote. Nachgereicht werden Ehrungen an Thomas Helder (15 Jahre, Ehrenmitglied), Andreas Ultsch, Helmut Engmann, Beate Schmid (30 Jahre), Klaus Eisend (55 Jahre). ake




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