Lichtenfels

Flächenverbrauch ärgert Naturschützer

Die Kreisgruppe des Bunds Naturschutz von Lichtenfels zählt aktuell 926 Mitglieder und Förderer, denen die Belange des Naturschutzes am Herzen liegen. Der V...
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Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner (Vierte von links) und Kreisgruppenvorsitzender Anton Reinhardt (rechts) mit den für ihre langjährige Mitgliedschaft Geehrten: Otto Weidner (von links), Ute Weidner, Christine Schmidt, Walter Hoydem, Michael Hönig und Clemens Lange.  Foto: G. Völk
Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner (Vierte von links) und Kreisgruppenvorsitzender Anton Reinhardt (rechts) mit den für ihre langjährige Mitgliedschaft Geehrten: Otto Weidner (von links), Ute Weidner, Christine Schmidt, Walter Hoydem, Michael Hönig und Clemens Lange. Foto: G. Völk
Die Kreisgruppe des Bunds Naturschutz von Lichtenfels zählt aktuell 926 Mitglieder und Förderer, denen die Belange des Naturschutzes am Herzen liegen. Der Vorsitzende Anton Reinhardt listete die Aktivitäten des zurückliegenden Jahres auf, die auch in diesem Jahr weitergeführt werden.
Darunter ein Naturschutzprojekt mit der Offenen Ganztagsschule (OGS) an der Herzog-Otto-Mittelschule auf dem 8500 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Mühlbach und Mainau. Auf dem naturnahen Areal sollen die Schüler die Artenvielfalt kennenlernen. So wurde bereits eine Müllsammelaktion durchgeführt und Nistkästen gebaut, die auf etlichen Bäumen befestigt wurden.
Als künftige Aktivitäten nannte Reinhardt unter anderem auch die Durchführung von Verjüngungsschnitten im alten Obstbaumbestand des Grundstücks.
Zum Schuljahresbeginn im Herbst soll die Umweltbildungsmaßnahme "In die Schule geh' ich gern" starten. Ziel der Maßnahme sei es, dass die Kinder nicht mit dem Auto in die Schule gefahren werden, sondern zu Fuß gehen. Reinhardt sprach sich für die Windkraft aus, allerdings nicht in Vierzehnheiligen, Kloster Banz oder auf dem Staffelberg, sondern in den Gebieten, in denen es bereits Windräder gibt - zum Beispiel in Seubersdorf. "Wenn alles abgelehnt wird, dann ist auch die Energiewende nicht zu schaffen", sagte Reinhardt. Was die BN-Kreisgruppe auf keinen Fall will, sei ein neues Wasserkraftwerk am Main bei Michelau.
Vielmehr sollte die Durchgängigkeit für Fische verbessert werden. "Dem BN schmerzt der Flächenverbrauch", sagte Reinhardt. In Bayern werden täglich 18 Hektar, dies entspricht 25 Fußballfeldern, dem Naturschutz entzogen. Im Landkreis Lichtenfels lag der Flächenverbrauch in den letzten Jahren teilweise bei 2300 Quadratmeter täglich. "Das Bündnis zum Flächensparen werde regelmäßig ignoriert", sagte Reinhardt. Er sprach sich gegen eine Gewerbeflächen-Konkurrenz zwischen den Kommunen aus. Vor einer Neuausweisung sollten bereits ausgewiesene Gewerbeflächen zuerst bebaut werden.
Ein weiteres Thema, das der Vorsitzende der Kreisgruppe ansprach, war der Straßenbau. "Es gibt im Landkreis Lichtenfels keinen Quadratkilometer, der nicht durch eine Straße zerschnitten wird." Auch werde der Erhalt des bestehenden Straßennetzes immer teurer.
Kostengünstige und Landverbrauch schonende, intelligente Verkehrslösungen seien zu bevorzugen. Bei der B 173-neu reiche nach Ansicht von Reinhardt eine 2+1 Lösung zwischen Lichtenfels-Ost und Kronach-Süd völlig aus.


Ehrungen

Für ihre 20-jährige Mitgliedschaft in der Kreisgruppe wurden Walter Hoydem und Christine Schmidt geehrt. 30 Jahre dabei sind Clemens Lange, Michael Hönig sowie Otto und Ute Weidner. "Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier weltweit", stellte Imker Henrik Arndt in seinem Vortrag bei der Generalversammlung fest. Neben der Produktion von Honig liege der Hauptnutzen der Biene in der Bestäubung der Blüten. "Für die Leistung der Bestäubung müsste der Imker eigentlich ein Entgelt bekommen", lautete die Forderung des Imkers. Anders als in Amerika, wo die Bestäubungsleistung bezahlt wird, gehe der Imker hierzulande aber leer aus. gst

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