Weißenbrunn

Filterkessel haben Risse

Kosten  Über 59 000 Euro wird nach einer ersten Schätzung der Austausch im Wasserwerk kosten. Der Weißenbrunner Gemeinderat ist nicht begeistert.
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Um die Filterkessel in das Wasserwerk Weißenbrunn installieren zu können, muss das Dach geöffnet werden. Im Jahr 2003 bei der Installation der ersten Kessel wurde die Seitenwand des Gebäudes saniert und bei dieser Gelegenheit konnten die großen Behältnisse über die Seitenwand ins Gebäude transportiert werden. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Um die Filterkessel in das Wasserwerk Weißenbrunn installieren zu können, muss das Dach geöffnet werden. Im Jahr 2003 bei der Installation der ersten Kessel wurde die Seitenwand des Gebäudes saniert und bei dieser Gelegenheit konnten die großen Behältnisse über die Seitenwand ins Gebäude transportiert werden. Foto: Karl-Heinz Hofmann
von unserem Mitarbeiter 
karl-heinz Hofmann

Weißenbrunn — Wieder erwischt den Gemeinderat eine unangenehme Nachricht wie eine kalte Dusche. Lebt man doch wegen klammer Kasse in haushaltsloser Zeit. Nun musste wieder eine Grundsatzentscheidung her, die Geld kostet.
Bürgermeister Egon Herrmann (SPD) verwies in der Sitzung am Dienstag auf eine Information aus der im September vorangegangenen Sitzung, wo er über die Feststellung von Rissen an den Filterkesseln im Wasserwerk informierte. Jetzt sind die Schäden genauer definiert und auch Erkundigung über Preise eingeholt worden.
Die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) als Betriebsführer schlägt dem Gremium vor, die Filterkessel zu erneuern. Michael Rüger von der FWO erörterte, dass der Hersteller bei der Variante mit der Ringverstärkung um das Mannloch (einer Reparatur) keine Garantie gebe, wie lang das hält. Außerdem würden die Kosten je Filterkessel rund 13 000 Euro, also insgesamt mindestens 26 000 Euro betragen.
Die Gemeindeverwaltung hat mittlerweile auch die Kosten für zwei neue Filterkessel geprüft, zu denen auch Kosten für das Gebäude kommen, weil die Filterkessel aufgrund ihrer Größe nur über das Dach in das Wasserwerk eingelassen werden können.

Das Dach ist undicht

Bei dieser Gelegenheit wird wohl auch das Dach mit saniert werden müssen, denn hier wurden schon undichte Stellen gefunden, informierte Geschäftsleiter Christian Reuss.
Für die Austauschvariante der beiden Filterkessel werden Kosten in Höhe von rund 59 200 Euro geschätzt. Doch hierfür wird eine Ausschreibung erfolgen. Das Gremium stimmte dem Vorgehen des Einbaus zwei neuer Filterkessel zu. Zudem soll sich der Bau- und Umweltausschuss zu gegebener Zeit bei einem Ortstermin ein Bild vom Zustand des Dachstuhls machen und entscheiden, wie bezüglich der Dachsanierung vorgegangen werden soll. Da die Filterkessel eine Lieferzeit von mindestens drei Monaten haben, wird die Maßnahme für das Jahr 2015 vorgesehen.
Bauamtsleiter Jürgen Fenner informierte die Räte ausführlich über die durchgeführten Arbeiten bei der Brückensanierung über den Leßbach in der Sandstraße, die kürzlich abgeschlossen und größtenteils durch den Bauhof gemeistert wurden. "Es war ein Kraftakt und dürfte bei der jetzigen Personalkonstellation wohl einmalig bleiben", sagte der Bauamtsleiter. "Wir haben zwar viel Geld gespart und bewiesen, dass unser Bauhof gute Arbeit leistet, wie auch von den Bürgern mittlerweile schon mehrfach bestätigt wurde, aber die Baumaßnahme war mit entsprechendem Verwaltungsaufwand verbunden, der nur durch Überstunden und der hervorragenden Mitarbeit von Verwaltungsangestellter Tanja Renner in der Verwaltung zu bewerkstelligen war.
Mit dem aktuellen Geschäftsverteilungsplan sind solche Maßnahmen nicht zu vereinbaren und auch nicht wiederholbar", merkte Fenner an und verwies darauf, dass in der Bauzeit von rund vier Wochen auch manche andere notwendige Arbeit durch den Bauhof verschoben werden musste.

Viel gespart

Bürgermeister Egon Herrmann bestätigte die gute Arbeit. Summa Summarum habe die Gemeinde rund 34 000 Euro Aufwand gehabt, konnte aber gegenüber der Fremdvergabe mindestens 15 000 bis 20 000 Euro einsparen. Auch Hermann ist sich sicher: "Mit dem vorhandenen Personalstand ist solch eine Maßnahme allerdings nicht zu wiederholen."
Eine gemeindliche Immobilie, die schon länger zum Verkauf steht, soll nochmals ausgeschrieben und in verschiedenen Medien zum Verkauf angeboten werden. Nach einiger Zeit, wenn der Verkauf erfolglos bleiben sollte, will man eine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen.
Aus vorangegangener nicht- öffentlicher Sitzung vom 30. September wurden folgende Beschlüsse bekanntgegeben: Der seit geraumer Zeit strittige Rotmühlweg wird eingezogen. Die Gemeinde wird keine Klage gegen die Grundstückseigentümer anstreben. Vielmehr soll ein Alternativweg zum Rotmühlweg gefunden werden. Dieser Beschluss wurde mit 14:2 Stimmen gefasst.
Ein Honorarvertrag mit dem Ingenieurbüro SRP für die Planungsleistungen einer Wasserleitung von Reuth nach Eichenbühl samt Pumpwerk als Ersatz für den aufzulösenden Zweckverband zur Wasserversorgung der Eichenbühler Gruppe wurde mit 12:5 Stimmen gefasst.
Als nächste Termine nannte Bürgermeister Herrmann die Bürgerversammlung am Dienstag, 11. November, im Mehrzweckhaus um 19 Uhr Die nächste Gemeinderatssitzung findet am Dienstag, 25. November, um 19 Uhr im Rathaus statt.
Ralf Oßmann (CSU) fragte ironisch nach, ob die Bürgerversammlung auf den 11. November terminiert wurde, um eventuell nicht so viele kritische Bürger in der Versammlung zu haben, schließlich finde der Martinsumzug des Kindergartens statt, und es sei Faschingsbeginn.
Der Bürgermeister wies das als Unsinn zurück. Schon vor Jahren habe man für die Bürgerversammlung den zweiten Dienstag im Monat November festgelegt, zufällig sei das heuer der 11.. "Ich bin sicher, wer kommen will, der kommt - egal, ob Faschingsbeginn ist oder nicht", antwortete das Gemeindeoberhaupt.

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