Unterleinleiter

Feuerwehr Dürrbrunn bekommt Tragkraftspritzenfahrzeug

Die 26 aktive Mitglieder zählende Feuerwehr Dürrbrunn bekommt erstmals in ihrer Geschichte ein neues 4,5 Tonnen schweres Tragkraftspritzenfahrzeug, das laut...
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Matthias Dorsch
Matthias Dorsch
Die 26 aktive Mitglieder zählende Feuerwehr Dürrbrunn bekommt erstmals in ihrer Geschichte ein neues 4,5 Tonnen schweres Tragkraftspritzenfahrzeug, das laut einer Schätzung der Regierung von Oberfranken rund 80000 Euro kosten soll. Dazu gibt es vom Freistaat Bayern eine Förderung von 24200 Euro. Falls eine Sammelbestellung mit einer anderen Gemeinde zustande kommt, ist wurde eine zusätzliche Förderung von 2300 Euro in Aussicht egstellt. Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung gegen die Stimme von Ernst König (DWV) beschlossen.
Bürgermeister Gerhard Riediger befürwortete die Anschaffung des Fahrzeugs in dem sechs Feuerwehrleute mitfahren können und in das die erst 2012 neu angeschaffte Tragkraftspritze eingebaut werden kann. Der 53 Jahre alte Anhänger, in dem die Spritze bisher transportiert wurde, sei in einem bedenklichen Zustand und berge Unfallgefahren für die Feuerwehrleute, hieß es. Auch ein geeignetes Zugfahrzeug für den Anhänger stehe kaum mehr zur Verfügung.
Wie Kommandant Matthias Dorsch bei der Sitzung betonte, stehe die Sicherheit seiner 26 Mann starken Truppe an oberster Stelle. Zum Einsatzort mussten sie bisher mit dem eigenen Auto und dem Schlepper fahren. Wenn etwas passiere, hafte jeder persönlich.
Allein bei einem Ölunfall müssten die benötigtehn Gerätschaften wie Besen, Schaufeln und Kübel im eigenen Wagen transportiert werden, informierte der Kommandant. Ein Feuerwehrauto fördere zudem die Motivation der Truppe, die Nachwuchssorgen habe.
Dorsch erhofft sich, dass wieder mehr Jugendliche in die Wehr eintreten, wenn sie ein Löschfahrzeug vorweisen kann. "Das Fahrzeug brauchen wir nicht für die Feuerwehr, sondern für die Bürger, um ihnen kompetente Hilfeleistung geben zu können", betonte Dorsch. Wie der Kommandant meinte, seiso ein Fahrzeug bereits für rund 64000 Euro zu bekommen. Dann liege der Anteil für die Gemeinde nur noch bei 40 000 Euro. Für die Ausstattung erkläre sich die Wehr bereit, rund 6000 Euro beizusteuern. Uwe Knoll (FWG) wunderte sich, dass ein Auto nicht im Bedarfsplan stand. "Ich bin nicht dagegen, aber für mich ist das komplett neu" so Knoll, der darauf verwies, dass die Rücklagen der Gemeinde für den Breitbandausbau, die Schule oder den Eigenanteil für den Kanal gebraucht werde. Dem hielt Bürgermeister Riediger entgegen, dass die Kommune heuer noch 210 000 Euro Solidarhilfe bekomme.
Ernst König wollte wissen wie viele Einsätze die Wehr jährlich habe und wie das Einsatzspektrum aussehe. "Wie ist die Einbindung in die Einsatzstrategie der umliegenden Wehren", fragte König, der sich nicht vorstellen konnte, dass es in Dürrbrunn keine Steckleiter gebe. Dies bestätigte jedoch Kreisbrandinspektor Roland Brütting. "Eine Kosten-Nutzen-Rechnung sei hier fehl am Platz. Wichtig sei vielmehr, dass die Ortswehr schnell eingreifen könne, fand Brütting.
Die Feuerwehr Heiligenstadt könne die Hilfsfrist von zehn Minuten überhaupt nicht und die Feuerwehr Unterleinleiter kaum einhalten, wenn es in Dürrbrunn brennt", betonte Brütting. Kurt Müller (FWG) wollte wissen, ob es nicht auch ein Gebrauchtfahrzeug täte. Dafür gebe es keinen Zuschuss und gebrauchte Fahrzeuge würden verbraucht bis zum letzten Tag, hielt Brütting entgegen. Josef Geck (NWG) gab zu bedenken, das man bei einem Gebraucht-Fahrzeug in ein paar Jahren wieder das gleiche Problem habe.
Auch Kreisbrandinspektor Wolfgang Wunner hielt einen Anhänger für nicht zeitgemäß. Die Ortswehr müsse schlagkräftig sein, wie die Gasseldorfer Wehr bewiesen habe. Ihr gelang es, acht Personen über eine tragbare Leiter aus einem brennenden Haus zu retten noch bevor die Drehleiter aus Ebermannstadt in Stellung gebracht wurde.
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