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Bamberg
Brandschlag 

Feuer in Anwesen am Laubanger

Im Haus Nummer 16, in dem sich ein Bordell befindet, sind in der Nacht zum Sonntag zwei Wohnungen ausgebrannt. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.
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Ein Feuerwehrmann inspiziert eine durch das Feuer geborstene und verrußte Fensterscheibe.   Fotos: Ronald Rinklef/News5/Merzbacher
Ein Feuerwehrmann inspiziert eine durch das Feuer geborstene und verrußte Fensterscheibe.  Fotos: Ronald Rinklef/News5/Merzbacher
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Gertrud Glössner-Möschk

Die Polizeidirektion in Bayreuth hielt sich gestern Nachmittag noch bedeckt. Ob es neue Erkenntnisse zum Feuer und der vermuteten Brandstiftung am Samstagabend am Laubanger gebe, wollten wir wissen. "Über die bereits verschickte Pressemitteilung hinaus gibt es nichts Neues", lautete die Antwort der Pressesprecherin.
Gesichert scheint, dass das Feuer im Haus Laubanger 16 nicht aufgrund eines technischen Defekts oder einer fahrlässigen Handlung, sondern durch Brandstiftung entstanden ist. Dieser Verdacht wird genährt durch einen Vorfall vor einigen Monaten, als das Etablissement Ziel eines Buttersäure-Anschlags war. Die Doppelung könnte auf Zwistigkeiten unter Konkurrenten im Milieu und Revierstreitigkeiten hindeuten. Offiziell bestätigt ist diese Vermutung nicht.


Rauchsäule über dem Laubanger

Der Notruf aus dem Bamberger Hafengebiet ging kurz nach 22.30 Uhr bei den Rettungskräften ein. Wenig später waren Polizeistreifen vor Ort. Wie Augenzeugen berichten, stand eine enorme Rauchsäule über dem Gebiet und machte die Lokalisierung des Brandobjekts zunächst schwierig.
Als die Polizeibeamten eintrafen, sahen sie im Erdgeschoss des Hauses zwei Wohnungen in hellen Flammen stehen. Zu dieser Zeit waren schon zwei Frauen aus dem Gebäude ins Freie geflüchtet. Eine weitere Frau befand sich im Dachgeschoss. Sie wurde von einem Polizeibeamten aus der Wohnung geholt und unverletzt ins Freie gebracht.


60 000 Euro Schaden

Kurz darauf trafen die Einsatzkräfte der Feuerwehr am Laubanger ein. Sie brachten das Feuer schnell unter Kontrolle, so dass noch in derselben Nacht Beamte des Kriminaldauerdienstes mit der Suche nach der Brandursache beginnen konnten. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse - Stand Sonntag - gehen die Kripobeamten des Fachkommissariats von Brandstiftung aus.
Das betroffene Zimmer ist komplett ausgebrannt, die anderen Räume wurden durch den Rauch stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden beläuft sich nach vorläufigen Schätzungen auf 60 000 Euro.
Zu den Spuren, die die Aufmerksamkeit der Ermittler erregte und die fotografisch dokumentiert wurden, gehören mehrere Fußabdrücke im frisch gefallenen Schnee. Sie könnten vom noch unbekannten Täter verursacht worden sein.
Die Bamberger Polizei hofft, ihn schnell zu fassen, und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Brandstiftung: Zeugen, die am Samstagabend bis etwa 22.45 Uhr verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge in der Straße "Laubanger", nahe der Dürrseestraße, gesehen haben, werden dringend gebeten, sich bei der Kripo Bamberg unter der Telefonnummer 0951/9129491 zu melden.

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