Herzogenaurach

Ferien: Baustelle statt Schule

Das Gelände der Carl-Platz-Schule wird für einen Schulhausneubau vorbereitet. Am 11. August ist Spatenstich, der Freistaat bezuschusst mit einer halben Million Euro.
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Für die Verlegung der Wasserleitung musste sich eine Spezialfräse (rechts) durch den Fels wühlen.  Foto: Bernhard Panzer
Für die Verlegung der Wasserleitung musste sich eine Spezialfräse (rechts) durch den Fels wühlen. Foto: Bernhard Panzer
Bernhard Panzer

Eine knappe halbe Million Euro an Zuschüssen darf die Stadt für den Neubau eines Schulhauses auf dem Gelände der Carl-Platz-Schule erwarten. Das teilte Bürgermeister German Hacker am Rande eines Pressegesprächs mit. Vom Freistaat Bayern ist nämlich jetzt ein Förderbescheid ins Rathaus geflattert.
So stattlich diese Summe auch klingt, der Betrag macht allerdings nur zwölf Prozent der erwarteten Baukosten von gut 4,5 Millionen Euro aus. Herzogenaurach ist finanziell so gut aufgestellt, dass Zuwendungen sich in Grenzen halten, sagte Hacker. Erfreulich sei aber, dass auch das entgegen der ursprünglichen Planung noch beschlossene zweite Obergeschoss mit in die Förderung kam. So gab es einhunderttausend Euro mehr. "Damit haben wir nicht gerechnet", sagte der Bürgermeister.
An der Schule werden zusätzliche Raumkapazitäten für die gebundene Form der Ganztagsklasse und die Mittagsbetreuung benötigt. Zusätzlich erfordern Lernwerkstätten und ein zu erwartendes Wachstum der Stadt, so auf der Herzo Base, weitere Raumkapazitäten. Das zweite Obergeschoss des massiven Neubaus - errichtet wird er am Standort des alten Pavillons, der abgerissen wurde - wird vorerst leer stehen und soll den Zuwachs in den neuen Wohngebieten der Herzo Base aufnehmen.
Heute Abend wird sich auch der Ferienausschuss des Stadtrates mit dem Thema befassen. Es ist eine Vergabe zu mehreren Arbeiten zu treffen (Fenster, Außentüren, Pfosten-Riegel-Fassade). Weil der Betrag mit 461 000 Euro oberhalb der Ausschuss-Grenze (400 000 Euro) liegt, müsste normalerweise der Stadtrat darüber befinden. Genau aus diesem Grund wurde der Ferienausschuss eingerichtet. Der darf in den Sommerferien in personell geringer Besetzung anstelle des Stadtrats beschließen.


Durchs Gestein gefräst

Die Tagesordnung sei natürlich mit den Fraktionen abgesprochen, sagte Bürgermeister Hacker. Es gehe nicht etwa darum, einen möglicherweise heiklen Punkt dem Vollgremium vorzuenthalten. Der Ferienausschuss hat aber definitiv den Vorteil, dass man auch in der Urlaubszeit noch wichtige Vergaben treffen kann, ohne deshalb gleich den gesamten Stadtrat (30 Mitglieder) einberufen zu müssen.
In den kommenden Tagen wird die Baufirma Raab die Baustelle einrichten. Bisher waren noch Vorarbeiten durch die Herzo Werke nötig, wie die Verlegung der Wasserleitung. Das brachte die Mitarbeiter der beauftragten Firma Zollhöfer durchaus ins Schwitzen, ist dort doch ein felsiger Untergrund, der nur mithilfe einer Spezialfräse aufgebrochen werden konnte.
Für den Schulhausneubau auf dem Pavillon-Standort ist inzwichen auch ein Termin für den offiziellen Spatenstich bekannt geworden. Der soll am 11. August stattfinden, also heute in einer Woche.

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