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Forchheim

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VON Peter Groscurth Es ist doch immer wieder erstaunlich, mit wie wenig Worten unser schöner fränkischer Dialekt auskommt. Ein "bassd scho" ist in unseren Regionen die Höchstform a...
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VON Peter Groscurth

Es ist doch immer wieder erstaunlich, mit wie wenig Worten unser schöner fränkischer Dialekt auskommt. Ein "bassd scho" ist in unseren Regionen die Höchstform allen Lobes. Anderswo werden dafür zig Wörter aneinandergereiht und ein Haufen Zeit vergeht, bis eine Leistung ihre echte Anerkennung findet. Zum Glück ticken bei uns die Uhren noch anders. Das gilt sogar für die Angestellten im Forchheimer Rathaus. Fragt dort ein Gast, den die Blase drückt, nach dem Ort der Erleichterung, so bekommt er knapp, präzise und brillant korrekt folgende drei Wörter vor den Latz geknallt: "Rauf, rechts, hinter!" Und? Auf Anhieb kann der begehrte Punkt angesteuert werden. Von wegen uneffiziente Verwaltung. Fränkisch zurückhaltend hat sich die Verwaltungsfachkraft genau auf das Wesentliche ihrer Beschreibung beschränkt! Das schafft kein Navi oder gar eine Handy-App besser. Wie schön wäre es, würde die Computer-Stimme bei Autofahrten nicht ständig "Bitte in 100 Metern rechts abbiegen... jetzt rechts abbiegen" quäken, sondern nur im richtigen Augenblick ein "etz rechts" bellen! Womit wieder einmal bewiesen wäre: Von Franken lernen heißt siegen lernen.
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