Heroldsbach

Feldgeschworene tragen Verantwortung

Ein besonderer Anlass in der Heroldsbacher Gemeinderatssitzung waren die Verabschiedung altgedienter und die Vereidigung neuer Feldgeschworener. In Bayern s...
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Bei der Verabschiedung zwei altgedienter Feldgeschworener (v. l.): Bürgermeister Edgar Büttner, Kurt Kraus, stv. Obmann Josef Rascher, Obmann Willi Brunner  Fotos: Sebastian Kramer
Bei der Verabschiedung zwei altgedienter Feldgeschworener (v. l.): Bürgermeister Edgar Büttner, Kurt Kraus, stv. Obmann Josef Rascher, Obmann Willi Brunner Fotos: Sebastian Kramer
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Ein besonderer Anlass in der Heroldsbacher Gemeinderatssitzung waren die Verabschiedung altgedienter und die Vereidigung neuer Feldgeschworener. In Bayern sind sie als Feldgeschworene, Siebener, Märker, Feldscheider bekannt - das älteste kommunale Ehrenamt trägt verschiedenste Bezeichnungen. Feldgeschworene markieren Grenzlinien und sorgen bei Nachbarschaftsstreitigkeiten für Klarheit.
Sie haben hauptsächlich drei wichtige Pflichten: Die Arbeiten sind unparteiisch und gewissenhaft auszuführen, sie haben das sogenannte Siebenergeheimnis (die geheimen Zeichen und Markierungen, meist besonders geformte und beschriftete Zeichen aus dauerhaftem Material) zu bewahren sowie die Grenzzeichen zu erhalten.
Wer einmal das Ehrenamt des Feldgeschworenen übernommen hat und entsprechend des Abmarkungsgesetzes vereidigt wurde, ist auf Lebenszeit dieser Arbeit verpflichtet. Die Feldgeschworenen entlasten die Verwaltungen der Vermessungsämter enorm.
Der Heroldsbacher Bürgermeister Edgar Büttner (SPD) bedankte sich im Namen der Gemeinde Heroldsbach, des gesamten Gemeinderatsgremiums sowie der Bürgerschaft bei den beiden altgedienten Feldgeschworenen Josef Rascher und Kurt Kraus.
Beiden wurde der Ehrenkrug der Gemeinde Heroldsbach sowie das Heimatbuch zur 1000-Jahr-Feier und ein Weinpräsent als Dank und Anerkennung überreicht. Josef Rascher, der nunmehr seit 23 Jahren als Feldgeschworener tätig ist, wurde im Alter von 60 Jahren in dieses Amt gewählt und ist seither der stellvertretende Obmann in Heroldsbach. Sein 25. Jubiläum darf er also im Jahre 2018 feiern.
Kurt Kraus, der bereits im Alter von 36 Jahren im Januar 1980 das Ehrenamt als Feldgeschworener übernommen hatte und vereidigt wurde, durfte sein 25. Jubiläum bereits 2005 feiern. Der Obmann der Heroldsbacher Feldgeschworenen, Willi Brunner, bedankte sich ebenfalls bei den beiden Altgedienten für "die stets sehr gute Arbeit, die Treue und Ehrlichkeit". Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurden als Nachfolger drei neu gewählte Feldgeschworene durch Büttner entsprechend § 13 Abs. 2 des Abmarkungsgesetzes zur gewissenhaften und unparteiischen Tätigkeit vereidigt.


Einstimmige Wahl

Die Wahl gemäß der geltenden Feldgeschworenen-Vorschriften führte der Obmann Willi Brunner unter Anwesenheit von fünf Feldgeschworenen durch. Einstimmig wurden dabei Josef Dippacher, Franz-Josef Schleicher sowie Leo Schleicher in das Ehrenamt gewählt.
Sie nahmen allesamt die Wahl an. "Die Gemeinde Heroldsbach gratuliert hierzu sehr herzlich und bedankt sich für die Übernahme dieses wichtigen Ehrenamts", heißt es in einer Mitteilung. red
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