Forchheim

Fachleute machen im Landkreis eine Inventur in der Natur

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Forchheim — Im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Forchheim nehmen Fachleute die Biotope im Landkreis Forchheim unter die Lupe. Zum zweiten Mal nach über 25 Jahren werden die wertvollen Biotope und Lebensräume im Landkreis detailliert untersucht.
Der Präsident des LfU, Claus Kumutat, unterstreicht in einer Pressemitteilung die seiner Meinung nach große Bedeutung der Biotopkartierung: "Die Natur-Inventur ist Grundlage für die tägliche Arbeit von Naturschutzbehörden, Kommunen, Planungsbüros und wissenschaftlichen Einrichtungen."
Die Kartierung umfasst auch die Lebensraumtypen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) und ist somit bedeutsam für die Managementplanung in den FFH-Gebieten.

"Wichtiger Beitrag"

"Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Natur-Inventur können private Grundstückseigentümer leisten, indem sie den Kartierern Zutritt zu ihren Grundstücken gewähren", sagt Kumutat weiter.
Von besonderer Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt sind unter anderem die vielen Felsbiotope, Wacholderheiden, Kalk-Magerrasen und Quellen der Fränkischen Schweiz. Zudem kennzeichnen ausgedehnte Streuobstbestände und Bäche, die sich durch idyllische Wiesentälchen schlängeln, die Landschaft.
Eine Besonderheit sind beispielsweise auch die Sandmagerrasen im Regnitztal, die einer Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, wie Berg-Sandglöckchen, Sand-Grasnelke oder blauflügelige Ödlandschrecke, Lebensraum bietet.

Freistatt zahlt 130 000 Euro

Die Geländearbeiten werden vom Planungsbüro ifanos Landschaftsökologie unter der Leitung von Gudrun Mühlhofer durchgeführt und bis Herbst 2015 abgeschlossen. Die Ergebnisse der Kartierung stehen voraussichtlich im Sommer 2016 zur Verfügung. Über 130 000 Euro stellt der Freistaat für die neue Inventur im Landkreis Forchheim zur Verfügung.
In der letzten Kartierung wurden 1200 Biotope mit rund 3000 Hektar erfasst. Dies entspricht einem Biotop-Anteil von 4,6 Prozent. red



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