Forchheim

FBF: Anträge sind immer Denkanstöße

Das "Forchheimer Bürger Forum" (FBF) hat mit seinem Vorschlag, im oberen Kellerwald Bäume zu fällen und dort einen Parkplatz für Kellerwald-Besucher anzuleg...
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Das "Forchheimer Bürger Forum" (FBF) hat mit seinem Vorschlag, im oberen Kellerwald Bäume zu fällen und dort einen Parkplatz für Kellerwald-Besucher anzulegen, viel Widerspruch _ vor allem von Anwohnern - erfahren. Stadtrat Heinrich Endres vom FBF nimmt Stellung zu einem Leserbrief von Benno Fischera (vom 19. April) und geht auf die Entwicklung des Kellerwaldes ein.
Zum Leserbrief stellt Endres fest, dass Fischera "bisher keine Freundschaft aufgekündigt hat. Ich konnte eine solche Aussage bei unseren letzten Gesprächen nicht feststellen".
Zur Chronologie im Kellerwald führt der Stadtrat aus: "Im April 2015 wurde durch einen Gutachter angeregt, den Kellerwald auf Vordermann zu bringen und dazu die Kellerbetreiber zur finanziellen Unterstützung mit ins Boot zu nehmen. Daraufhin hat der FBF im Mai 2015 einen Antrag mit zehn Vorschlägen bei der Stadt Forchheim eingereicht: Das war unter anderem eine Zufahrt zu den oberen Kellern sicherzustellen und das Parken in diesem Bereich auch in den Sommermonaten zu ermöglichen." Nachdem das Zufahrtsproblem in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, der Polizei und den Pächtern nicht gelöst werden konnte, habe der FBF "nach demokratischen Grundsätzen" nach einer neuen Parkmöglichkeit für die oberen Keller gesucht.
Anlässlich des ersten FBF-Antrages 2015 habe sich keine "Initiative Bürger Forchheims Oberer Kellerwald" um den Parkplatz und die Zufahrt gekümmert. Denn die Zufahrt sei über die Straße "Auf den Kellern" geplant gewesen und nicht über die Neuenbergstraße.
Im Januar 2017 habe der FBF nun einen erneuten Antrag mit mittlerweile nur noch sechs Punkten eingereicht. Der Punkt B dieses Antrages befasst sich mit dem Parken auf den Oberen Kellern.
Mit der Verwaltung und der Polizei seien im Vorfeld verschiedene Möglichkeiten erörtert worden. Alle Beteiligten seien der Auffassung gewesen, dass der Verkehr generell in den engen Zufahrten zu den Oberen Kellern aus Sicherheitsgründen unterbunden werden sollte. Daher wurde der nun neu angedachte Parkplatzstandort entsprechend in diesen Antrag eingearbeitet.
"Der erneute Antrag wurde mit allen Fraktionen und Gruppierungen des Stadtrates im Vorfeld besprochen. Dass nicht alle Informierten eine Zusage erteilten, ist gelebte Demokratie", konstatiert Endres.
Nachdem der FBF-Antrag bei einigen Anwohnern bekannt geworden sei, seien FBF-Mitglieder beschimpft und bedroht worden. Das "Floriansprinzip" sei ebenso aufgeflammt. "Nach diesen Drohungen gegen die Mitglieder des Forchheimer Bürger Forums und meine Person sehe ich wenige Grundlagen für ein weiteres sachliches Gespräch", resümiert Stadtrat Heinrich Endres.
Er rechtfertigt die FBF-Vorschläge: "Eine Demokratie lebt von einer Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit und belebt diese. Anträge sind immer Denkanstöße und müssen von allen Beteiligten, dem Oberbürgermeister, der Verwaltung, dem Stadtrat und nicht zuletzt von den Forchheimer Bürgerinnen und Bürgern diskutiert und beraten werden." red

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