Kronach
Stadtspektakel (I) 

Erinnerung an "Blei-Zeit"

In der Kronacher Amtsgerichtsstraße werden am Samstag und Sonntag auf einer historischen Druckerpresse wie zu Gutenbergs Zeiten Abzüge hergestellt.
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Friedwald Schedel stellt mit der alten Druckerpresse aus dem Museum des Fränkischen Tags in Bamberg Abzüge von Handsatz-Lettern her. Am Samstag und Sonntag erhalten die Besucher am FT-Stand das Druckerzeugnis als Erinnerung.  Foto: Corinna Igler/Archiv
Friedwald Schedel stellt mit der alten Druckerpresse aus dem Museum des Fränkischen Tags in Bamberg Abzüge von Handsatz-Lettern her. Am Samstag und Sonntag erhalten die Besucher am FT-Stand das Druckerzeugnis als Erinnerung. Foto: Corinna Igler/Archiv
Eine kleine Erinnerung an das Kronacher Stadtspektakel können sich die Besucher am kommenden Sonntag mit nach Hause nehmen: einen auf besonderem Papier per Hand gedruckten Bogen. Dazu kommt die alte Drucknudel aus dem Museum des Fränkischen Tags zum Einsatz.
Vor dem Gebäude in der Amtsgerichtsstraße 16 (wo die FT-Redaktion bis 1991 zu finden war), wird am Samstag zwischen 13 und 18 Uhr und Sonntag von 12 bis 18 Uhr ein Stand stehen, der dem historischen Ambiente des Stadtspektakels angepasst ist.


Extra für das Stadtspektakel

Herzstück ist die alte Druckerpresse, auf der per Hand Abzüge einer Sonder-Edition hergestellt werden. Diesen Handsatz mit Bleilettern haben FT-Mitarbeiter, die die "Blei-Zeit" noch miterlebt haben, extra für das Stadtspektakel hergestellt. Friedwald Schedel, einer der Redakteure, die in ihrer Anfangszeit noch die "Blei-Ära" miterlebt haben, bedient die Drucknudel. Selbstverständlich wird er sich dazu in historisches Gewand werfen und als ein Jünger Gutenbergs auftreten. Er hat den rasanten Wandel der Medien in den vergangenen Jahrzehnten hautnah miterlebt: von der Bleisetzmaschine bis zur computergesteuerten Ganzseitenproduktion.
Zu sehen gibt es weitere Utensilien aus der Zeit des Bleisatzes der Tageszeitungen: ganze Seiten mit Bleilettern und gerasterten Bildvorlagen aus den Jahren 1979 und 1980 - also noch gar nicht so lange her - sowie eine Mater (Druckvorlage) und eine kiloschwere Druckplatte, die früher auf die Rotationsmaschine aufgespannt wurde. red

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